Herrenlose Software

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In einem Artikel auf Gnomedesktop.org [1] beschreibt der Autor seine Sorgen über die steigende Anzahl an Gnome-Software, deren Entwicklung aufgegeben wurde. Er zählt einige Beispiel-Programmen auf, zu denen es funktionell keine Alternativen gibt, deren Entwickler sich trotzdem aus der Programmierung zurückgezogen haben. Bekannte Namen sind etwa GParted, das Partition Magic für Linux, sowie der einzige frei verfügbare NTFS-Treiber mit Schreibsupport Captive.

Der Autor des Artikels schlägt den Gnome-Entwicklern vor, es den Debianern gleichzutun, und eine Datenbank an “Work needing and prospective packages”, also Paketen, die Betreuer benötigen, aufzubauen. In zahlreichen Kommentaren haben die Leser des Artikels weitere “tote” Programme genannt: Die Banking-Software Gnucash, das Malprogramm GPaint oder die Musiksoftware GScore.

Haupttenor der Diskussion ist jedoch, dass es dank Open Source überhaupt erst möglich ist, dass Programmierer ein Stück Software als Hauptentwickler übernehmen. Eine Menge an Closed Source Freeware muss beispielsweise jedes Mal neu geschrieben werden, wenn der Autor keine Lust oder Ressourcen mehr hat, um sein Programm weiterzuentwickeln.

[1] http://gnomedesktop.org/node/2457

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Christian Stamitz
20 Jahre her

Nicht nur captive, sondern auch zum Beispiel der Treiber um auf ReiserFS von Windows aus zuzugreifen. Knights fällt mir da auch ein.

Aber nur weil ein Programm erst mal nicht weiterentwickelt wird, heisst das ja nicht, dass es unbrauchbar ist.

Die Grundfrage ist aus meiner Sicht, welche alternativen Finanzierungsmodelle es geben kann um erfolgreiche und wichtige Projekte am Leben zu erhalten. Dafür habe ich auch keine Antwort. Denke aber zum Beispiel das man über eine Bundestiftung OSS nachdenken sollte.

[1] http://rfsd.sourceforge.net/

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