Hans Reiser im Gefängnis

Hans Reiser im Gefängnis

Der Programmierer Hans Reiser, Vater der Dateisysteme ReiserFS und Reiser 4, sitzt im Gefängnis. Er wird verdächtigt, seine Frau ermordet zu haben, berichtet der San Francisco Chronicle. Seine von ihm getrennt lebende Frau Nina wird seit über einem Monat vermisst, nachdem sie die gemeinsamen Kinder zu seinem Haus im kalifornischen Oakland gebracht hat. Ihr Wagen wurde einige Tage später gefunden.

“Ich denke, dass die Polizei nicht erwartet, Nina lebend zu finden. Ich bin sehr traurig darüber…”, äußert sich Nina Reisers Scheidungsanwalt Shelley Gordon zu dem Vorfall. Bereits seit einigen Wochen verfolgen die örtliche Polizei und das FBI die Spur zu Hans Reiser und durchsuchten sein Haus. Hans Reisers Anwalt, William DuBois, prangerte das Verhalten der Polizei nach der Verhaftung an. Er hätte nicht mit seinem Klienten sprechen können, die Polizei halte ihn in Isolation.

Die Reisers waren seit 1999 verheiratet und trennten sich 5 Jahre später wieder. Hans Reiser ist Gründer und Geschäftsführer der Firma Namesys, über die er sein Dateisystem ReiserFS (jetzt Reiser 4) entwickelt und vertreibt.

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Jörg Luther
19 Jahre her

Nervöse Zeitgenossen stellen auf der Linux-Kernel-Mailingliste bereits die Frage, ob man ReiserFS jetzt überhaupt noch verwenden könne oder nicht besser auf ein anderes Journaling-FS umsteigen solle. Dazu hat sich jetzt Alex Lyamin aus dem Reiser4-Team auf der LKML geäußert [1]. Die Entwicklung von ReiserFS 3.6 sei bereits abgeschlossen und es würden lediglich noch Bugfixes eingepflegt. Das Dateisystem sei also stabil, und so bestehe keine Notwendigkeit zu einem Umstieg, so Lyamin. Selbst die Entwicklung an Reiser4 könne für die nächsten sechs Monate auch ohne den Chef weitergehen – das sei mehr oder weniger Business as usual, meinte Lyamin. Danach werde es… Mehr »

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