Mit einem automatisch verteilten Patch haben Google und T-Mobile einen Fehler im G1 Handybehoben, über den sich Anwender Root-Rechte verschaffen konnten. Im ausgeliefertenZustand interpretierte das Gerät zudem jede Eingabe auf der eingebauten Tastatur als abgesetztenShell-Befehl. So führte beispielsweise die Eingabe von “reboot” einen Neustart durch – und zwarunabhängig davon, welche Anwendung gerade lief.
T-Mobile stopfte die Sicherheitslücke jetzt mit dem Firmwareupdate RC30. Damitschiebt der Konzern gleichzeitig darauf basierenden Hacks einen Riegel vor. Entdecktwurde der Fehler bereits Anfang November, richtig bekannt allerdings erst durch den Erfahrungsbericht desNutzers “jdhorvat”: Dieser hatte während einer laufenden Diskussion mit seiner Freundin das Handyneu gestartet. Auf die Rückfrage, warum er denn nicht geantwortet hätte, schrieb er einekurze SMS mit dem schlichten Inhalt “Reboot”. Erstaunt musste der G1 Besitzer dabeizusehen, wie sein Telefon plötzlich genau dies tat.
Ursache für die Sicherheitslücke sollen lautBug-Reportzwei falsche Zeilen in der “init.rc” sein, einem Skript, das den Bootprozess steuert. EinigeInternetseiten kürten den Fehler bereits zu einem der peinlichsten, beziehungsweise lachhaftestenaller Zeiten.
Das von HTC produzierteG1 basiert auf der maßgeblich von Google entwickelten Android Platform, welche wiederum auf Linux und andere Open Source Komponentensetzt. Seit seiner Veröffentlichung ist das Mobiltelefon ein beliebtes Ziel von Hackern, die essogar schafften, Debian Lenny auf der kleinen Kiste zu starten. Zur Zeit ist das Handyausschließlich in Amerika über T-Mobile zu haben, nach Deutschland soll es Anfang 2009 kommen – dann wahrscheinlich ohne Sicherheitslücken.




