In Zeiten der hochaufgelösten, ultrascharfen Bildübertragung (HDTV) sorgt das ASCII-WM-Projekt für Fußball-WM-Genuss auch ohne teure Hardware. Der Zugriff gelingt ohne große Vorbereitung, folgendes Kommando im Terminal genügt:
telnet ascii-wm.net 2006
Da der Server offensichtlich stark belastet ist, empfiehlt sich ein Ausweichen auf einen der Spiegel (diego.ascii-wm.net 2006 oder pinguin.eikon2.fs.ei.tum.de 2006). Zugegeben, es gestaltet sich recht schwer, wenn nicht gar unmöglich, das Spiel wirklich zu verfolgen (siehe Bild). Doch darin liegt auch gar nicht der Flair des Projekts. “Die beste, lächerlichste, unsinnigste grafische Implementierung von ASCII”, so die Aussage der beiden Initiatoren Michael Aschauer (m.ash) und Stefan Brunner (stb).
Die als ASCII-Art bezeichnete Form der Umwandlung von Bildpunkten in entsprechende Terminal-Zeichen erfreut sich bereits seit vielen Jahren der Beliebtheit einiger Anwender. Der Multimedia-Player MPlayer oder KDEs Kaffeine beispielsweise enthalten ein ASCII-Ausgabe-Plugin. Grundlage dafür bietet stets die Bibliothek Aalib des AA-Projekts.
Die Faszination dieses Projekts hat auch die Linux-Community-Redaktion erfasst, so lief die Halbzeitpause des Deutschland-Spiels gegen Ecuador im ASCII-Modus ab. Dem Spiel selbst widmeten wir uns dann aber doch in Farbe und hochaufgelöst.






Kleiner addon: Mit “nc” bzw “netcat” ist bei ausreichend schneller Anbindung
und bei einem effizienten Terminal-Emulator die WM sogar noch flüssiger zu
verfolgen. Gerüchte, wonach dies auch eine Verbesserung der Auflösung bewirkt,
sind jedoch stark übertrieben ;)