Der unter der GPL stehende Flugsimulator Palomino des Amerikaners Jim Brooks macht mit der Integration von OSSIM und der OpenSceneGraph-Basis Flightgear Konkurrenz.
Flightgear bekommt Konkurrenz: Der freie Flugsimulator Palomino basiert auf dem 3D-Grafik-Toolkit OpenSceneGraph, steht unter der GPL, ist in C++ und LUA geschrieben, nutzt Cmake und arbeitet plattformübergreifend. Die Simulation lässt sich optional mit OSSIM (Open Source Software Image Map) kompilieren, um Satellitenbilder auf die Oberflächen zu rendern, wie in Google Earth oder Nasa Worldwind.
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Entwickelt wird Palomino vom Amerikaner Jim Brooks. Es gibt die Software seit kurzem mit der Versionsnummer 20090615. Vom Funktionsumfang und der Bedienung her scheint sie noch in den Kinderschuhen zu stecken. Die Screenshots sehen dennoch bereits recht gut aus, ein paar Filmchen bei YouTube zeigen Auszüge aus dem Gameplay wie die Landung auf einem Flugzeugträger. In puncto Dokumentation hält sich Jim Brooks allerdings zurück.
Wer Palomino aus den Quellen übersetzen will, braucht etwas Zeit, die OpenSceneGraph-Bibliothek in Version 2.8, Cmake und optional FLTK, PLIB für den Sound sowie OSSIM, um die Oberflächen mit Satellitenbildern zu verzieren. Den Quellcode der Software selbst gibt es bei Sourceforge, ebenso vier Pakete mit verschiedenen Daten der Modelle, Oberflächen und Geräusche.








Unserem Flugsimulator-Experten Jörg Luther fiel sofort auf, dass man auf den Bildern kein Cockpit sieht. Das wirft die Frage auf, ob es sich streng genommen um einen Flugsimulator handelt. Zudem lassen sich mit den vorhandenen Kampfflugzeugen auch Ziele anvisieren und Waffen verwenden, was in klassischen Flugsimulatoren nicht vorkommt.
Den YouTube-Filmchen nach zu schließen, speziell jenen mit der Tomcat als Hauptdarsteller, handelt es sich hier um überhaupt keinen Flugsimulator: Es lässt sich weder eine auch nur entfernt realistische Flugphysik beobachten, noch kommen notwendige aerodynamische Hilfsmittel wie Klappen, Vorflügel oder Luftbremsen zum Einsatz (für die es laut Doku auch gar keine Bedientasten gibt). Stattdessen bewegen sich die Modelle insbesondere bei den Trägerlandungssequenzen, als rollten sie eine schiefe Ebene herunter. Palomino ist also ganz offenbar ein Flugspiel, keine Simulation. Das legt auch die Formulierung “Palomino is … designed to be an easy-to-fly casual game” auf palomino3d.org nahe. Schade eigentlich, denn die… Mehr »
Nun fragt sich der geneigte Leser dieser Kommentare natürlich ob Herr Jörg Luther nicht ein Fan von “Flug Simulatoren” ist und ob in dem Artikel nicht ein versteckter Wunsch nach einer lebhafteren Alternative zu Flightgear steckt…. Vor allem wo sich die Kommentare über einen 1/2 Tage erstrecken. Ich mutmaße daher das Herr Luther sich persönlich für Palomino begeistert hat und sich deshalb mittlerweile etwas intensiver damit beschäftigt hat. Darf ich daher zwei konkrete Fragen stellen? 1.) Wie spielt es sich denn so? 2.) Können wir jetzt einen ausführlichen Flugsimulator Schwerpunkt im Linux-User erwarten? Mit einem Test von Linux tauglicher Flugsimulator… Mehr »
Ich bin tatsächlich FluSi-Fan und habe früher schon auch mal für den MSFS Modelle und Cockpits selbst gebaut. Inzwischen habe ich den MSFS verbannt, weil mit Microsofts Lizenzpolitik mehr gegen den Strich ging, als ich den MSFS liebe. Mit dem Flightgear allerdings werde ich nicht recht warm, der hat m.E. noch ziemliche Macken. (Btw: Kennt da jemand eine gute Anleitung, um Flightgear-Modelle und Cockpits selbst zu machen?) Richtig gut finde ich den allerdings kommerziellen X-Plane, von dem ich inzwischen die Versionen 8 und 9 benutzt habe. Läuft unter Linux wie ein Glöckchen, hat eine sehr gute Engine und es gibt… Mehr »