Crowdsourcing hilft im Erdbeben-, Tsunami- und GAU-geschädigten Japan: Die Universität Heidelberg pflegt zusammen mit dem Openstreetmap-Projekt eine dynamische Karte, die im Katastrophengebiet von Japan den aktuellen Zustand der Verkehrswege anzeigt.
Derzeit aktualisieren Mitarbeiter der GIS Science Research Group der Universität Heidelberg unter Führung von Prof. Dr. Alexander Zipf alle 30 Minuten die Daten des freien Openstreetmap-Projektes, um Rettern im Norden des krisengeschüttelten Japans möglichst aktuelle Straßendaten zur Verfügung zu stellen. Die offiziellen Daten stammen von Honda, sie sind frei verfügbar. Lehrstuhlmitarbeiter Pascal Neis beschreibt in einem Howto, wie er innerhalb weniger Minuten die Integration als eigener WMS-Layer bewerkstelligte. Ein Cronjob holt alle halbe Stunde die aktuellen Daten ab und generiert den neuen Overlay.
Auch das Ushahidi-Projekt hat eine Japan-Webseite aufgesetzt, die auf Openstreetmap basiert. Auf der japanischsprachigen Webseite stellt das Projekt, dessen Name soviel wie “Zeuge” bedeutet, zahlreiche Informationen für und von Hilfesuchenden bereit. Ushahidi entstand bei Unruhen nach einer Wahl in Kenia und hat als primäres Ziel Aufklärung und Transparenz in Krisenregionen.
Erratum: Wie der wissenschaftlich Mitarbeiter Pascal Neis der Redaktion mitgeteilt hat, arbeiten nicht mehrere Mitarbeiter der Uni Heidelberg an dem Projekt, sondern hauptsächlich er selbst, und das zum Großteil in seiner Freizeit. Die Kartendaten stammen nicht von Honda, sondern von Openstreetmap. Hier lag eine Verwechslung vor, die wir bitten, zu entschuldigen.







