Neben LinDVD gibt es nun einen zweiten DVD-Player unter Linux, der mit dem Segen der CCA verschlüsselte DVDs abspielt.
Für alle Linux-User, die legal DVDs schauen wollen, kommt nun etwas Wettbewerb in den Markt: Wie Thomas Vander Stichele in seinem Blog schreibt, hat die Firma Fluendo ein noch ausstehendes Zertifikat von Dolby erhalten und darf nun offiziell den DVD-Player verkaufen, der bereits seit einiger Zeit auf der Webseite angekündigt wird. Damit gibt es nun neben LinDVD einen zweiten offiziellen DVD-Player unter Linux. Der kostet 20 Euro, kommt mit DVDs aus verschiedenen Regionen zurecht, unterstützt DVD-Menüs, Untertitel, verschiedene Sprachspuren und verschlüsselte DVDs.
Der Hintergrund der Geschichte: Kommerzielle DVDs sind meist mit CSS, dem Content Scrambling System, verschlüsselt. Jedes Gerät und jede Software, die derart verschlüsselte DVDs abspielen wollen (und das sind die meisten Kauf-DVDs) benötigen dafür die offiziellen Schlüssel der DVD CCA (DVD Copy Control Association), die im Jahr 5200 US-Dollar kosten.
Das kann sich kein Open-Source-Projekt leisten. Zudem besteht die CCA darauf, die Technologie mit den etwa 400 Schlüsseln geheim zu halten, was logischerweise der GPL und dem Open-Source-Gedanken widerspricht. Die Folge: Linux-Anwender dürfen mit freier Software ihre gekauften DVDs nicht ansehen.
Viele Nutzer umgehen das Problem, indem Sie die Bibliothek Libdvdcss2 verwenden. Deren Einsatz ist jedoch in Deutschland – streng genommen – illegal (obwohl es bisher keine gerichtliche Entscheidung dazu gibt). Wer also unter Linux auf ein legales DVD-Abspielprogramm angewiesen ist, hat nun die Wahl zwischen LinDVD und dem Fluendo DVD Player.






Ich glaube das LinDVD hier so gut wie keine Chance hat. Fluendo verkaufen Ihren DVD-Player über die Homepage an jeden Linux User und das für diverse Distributionen für 32 und 64 Bit. Es wird wohl nicht lange dauern bis die Software im Linspire CNR erscheint und Fluendo sind sicher schon dabei ihre neues Produkt diversen Distributoren schmackhaft zu machen. LinDVD auf der anderen Seite ist ein altes Produkt von Intervideo welches dem alten WinDVD4 gleicht. Intervideo verkauft LinDVD nur an OEM Hersteller und abgesehen von einem Webshop der defekte GraKa mit LinDVD im Bundle anbietet kenne ich niemanden der diese… Mehr »
Nur eine kleine Ergänzung: Es sieht zwar so aus, als ob LinDVD nicht mehr weiterentwickelt würde, weil die grafische Oberfläche sch… aussieht. Für OEMs aktualisiert Corel aber die Software weiterhin.
Es gibt Möglichkeiten, um unter Linux auch eine Möglichkeit anbieten zu können, legal DVDs zu schauen. Zwar gibt es eine Opensource-Bibliothek, die einen Status Quo genießt, wenn es aber darum geht, eine kommerzielle Linux-Distribution zu vermarkten oder eine Embedded-Lösung anzubieten, kann man es sich als gewerblicher Software-Distributor kaum erlauben,die LIBDVDCSS zu integrieren und den Kunden damit die Möglichkeit zum Anschauen von DVDs zu versprechen. Die rechtliche Tolerierung solcher halblegalen Sachen hört meistens auf, wenn es darum geht, mit ihnen Geld verdienen zu wollen. Dennoch ist der besagte Player keine Lösung. Der Hersteller möchte wohl eher Usern, die sich eine Distribution… Mehr »