Beim Fedora Projekt ist momentan einiges los: Zu den schönen Ereignissen der letzten Zeit gehört sicherlich der 5. Geburtstag der auf Red Hat basierenden Distribution. Weniger schön war der Servereinbruch beim Projekt. Dieser sorgte – zusammen mit einigen noch offenen Bugs – für Verzögerungen: Die stabile Fedora-Version 10 mit dem Codenamen “Cambridge” erscheint daher erst offiziell am 25. November 2008.
Dafür gibts seit gestern die Beta der Distribution, die neue Funktionen mitbringt. So verbessert Fedora das Wireless-Sharing. Hängt ein Rechner etwa per Kabel, Breitband oder mit einer zweiten WLAN-Karte an einem Netzwerk, können andere Nutzer die bestehende Netzwerkverbindung des Fedora-Users mitnutzen, wenn dieser den Networkmanager entsprechend konfiguriert.
Auch Drucker lassen sich unter Fedora 10 leichter einrichten: So braucht man keine Root-Rechte mehr, um das Konfigurationswerkzeug für Drucker zu nutzen, auch die grafische Oberfläche lässt sich einfacher bedienen. Der Audio-Server PulseAudio wurde überarbeitet, zudem unterstützt auch Fedora dank Kernel 2.6.27 Webcams und WLAN-Karten besser.
Mit SecTool hat Fedora ein neues Audit- und Intrusion-Detection-System mit an Bord, das beim Aufspüren von unerwünschten Eindringlingen hilft. Fedora setzt auf das RPM-System zur Paketverwaltung, das nun in Version 4.6 vorliegt und eine aufgeräumtere Codebasis sowie zahlreiche Fixes für Fehler mitbringt.
Als Desktops für Fedora kommen KDE 4.1.1 und die Entwicklerversion von Gnome 2.23 zum Einsatz. Das eingesetzte X.org-Framework unterstützt HDTV besser, zudem installiert Fedora 10 Beta zahlreiche Multimedia-Codecs automatisch. Nicht zuletzt löst Plymouth das grafische Bootsystem der bisherigen Fedora-Versionen ab.
Weitere Details zu den Neuerungen der Distribution verrät die offizielle Ankündigung der Fedora-Beta. Übrigens: Wer sich aufgrund des letzten Intel-Netzwerkkarten-Bugs nicht traut, die Entwicklerversion zu testen, kann beruhigt werden: Die Entwickler haben die Unterstützung für Intels Gigabit-Karten im Kernel deaktiviert. Man kann diese Karten zur Zeit also nicht nutzen, sie aber auch nicht ungewollt zerstören.





