Desktop-Survey: Linux ist bürotauglich

Desktop-Survey: Linux ist bürotauglich

Der Info-Dienst Desktoplinux.com gibt eine Vorschau auf die Linuxdesktop-Survey der Linux Foundation: Linux kommt im Arbeitsplatzeinsatz voran, lautet das erste Fazit.

Die Umfrageteilnehmer kamen zur Hälfte aus Europa und zu einem Drittel aus den USA. Windows überwiegt bei den meisten Organisationen, auch wenn sie Linux einsetzen: Nur rund 40 Prozent haben Linux auf über der Hälfte ihrer Rechner. Aber immerhin sind fast zwei Drittel der Linux-Maschinen (64 Prozent) produktive Büro-Clients – also Arbeitsplatz-Rechner, die Windows ersetzen – und nicht mehr nur die Systeme oder Testrechner von technisch versiertem Personal. Dem entspricht, dass Linux inzwischen hauptsächlich als Desktopsystem Vewendung findet und nicht mehr überwiegend im Serverraum. Der Autor der Vorabanalyse, Steven Vaughan-Nichols, beschreibt sich selbst als Technikjournalist und Unixer der ersten Stunde.

Die Linux-Desktoprechner der Befragungsteilnehmer stehen fast zu 70 Prozent zu Hause oder in kleineren Büros. Mittlere Unternehmen mit hundert bis fünfhundert Mitarbeitern stellten 10 Prozent der teilnehmenden Linuxdesktop-Nutzer, Unternehmen mit bis zu fünftausend Mitarbeitern 6 Prozent. Von den Befragungsteilnehmern halten gut 74 Prozent Linux für absolut zuverlässig auch für unternehmenskritische Anwendungen, knapp 20 Prozent schwanken. Migrationshindernis Nummer eins sei Support und Anwenderschulung.

Als verwendete Linux-Distributionen im Büroumfeld werden mit knapper Mehrheit Ubuntu-Versionen genannt (rund 54 Prozent), dicht gefolgt von der Red-Hat-Linuxfamilie (etwa 50 Prozent). Suse Linux komme laut der Vorschau auf gut 35 Prozent. Organisationen setzen anscheinend mehr als eine Linux-Distribution ein, da die Nennungen zusammen mehr als 100 Prozent ergeben.

Im persönlichen Gebrauch führt wieder Ubuntu (gut 55 Prozent), an zweiter Stelle steht Debian (22 Prozent), dicht nacheinander folgen Opensuse und Fedora (20 und 17 Prozent). Von den Anwendungen wünschen sich die Teilnehmenden in dieser Reihenfolge eine Linux-Version von Photoshop, AutoCAD und Dreamweaver. Treiberprobleme gibt es vor allem mit Druckern, was nicht auf mangelhafte Unterstützung für Drucker im allgemeinen zurückzuführen sei, sondern auf mangelnde Unterstützung für Multifunktionsdrucker, die beliebt seien.

Die seit 2005 dritte Linuxdesktop-Erhebung der Linux Foundation startete Mitte Oktober und endet am 30. November. Das Portal Desktoplinux.com macht jährlich eine eigene Linuxdesktop-Erhebung, die für 2007 schon vorliegt.

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