Chipverkleinerung: Überholt IBM Intel mit 22 Nanometer?

Chipverkleinerung: Überholt IBM Intel mit 22 Nanometer?

Wie Dailytech berichtet könnte die von IBM angeführte Chipschmieden-Allianz, welcher Chartered Semi, Freescale, Infineon, Samsung, STM, Toshiba, NEC sowie über ein eigenes Abkommen auch AMD angehören, Platzhirsch Intel im Rennen der kleinsten Chips mit einem neuartigen Trick überholen.

Während bei Strukturgrößen von 90, 65 und 45 Nanometer Intel immer rund ein halbes Jahr vor der Konkurrenz entsprechend verkleinerte Chips liefern konnte soll sich das möglicherweise 2009 dank eines neuen von IBM-Technikern ersonnenen Tricks namens Computational Scaling ändern. Computational Scaling passt während der Belichtung des Silizium-Wafers die Maske und die Lichtquelle an, so dass der Strukturshrink auf 22nm sogar ohne grundlegende Veränderungen an den 32nm Lithographiegeräten möglich sein soll.

Intel und IBM wollen 2009 32 Nanometer-Chips vorstellen. Bei Intel steht 22 Nanometer allerdings erst für 2011 auf der Roadmap, und IBM könnte dank des patentierten Computational Scaling ihre Chips deutlich früher auf den Markt bringen, da dafür ja die bestehenden Anlagen weiter genutzt werden können. Ob “Big Blue” diesen zeitlichen Vorteil nutzen wird ist allerdings noch nicht sicher. Die Entwicklungskosten für Strukturshrinks schießen immer noch exponentiell nach oben, dies kann man daran sehen, dass sich die meisten Hersteller inzwischen um IBM geschart haben. Auch Intel hat nach dem Leckstrom-Schock der 90nm-Generation inzwischen von einem ein- auf einen zweijährigen Zyklus zurückgeschaltet und kann sich seinen teuren Alleingang nur dank riesiger Stückzahlen und traumhaften Gewinnmargen leisten.

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