Zebuntu ist eine Ubuntu basierte Linux-Distribution, deren Oberfläche sich stark am mittlerweile eingestellten Betriebssystem Zeta, beziehungsweise dessen Vorläufer BeOS orientiert. Mittelfristig wollen die Entwickler native Zeta, BeOS und Haiku-Anwendungen unter Zebuntu lauffähig machen. Dazu bedienen sie sich der Ergebnisse des BlueEyedOS-Projektes (auch B.E.OS), das ebenfalls ein vollwertiges BeOS auf Linux-Basis schaffen wollte. Obendrauf gibt es für Zebuntu noch eine (lesende) Unterstützung für das Be File System (BFS).
Als Deskop verwendet Zebuntu derzeit das Leichtgewicht Xfce, das eine stark an BeOS erinnernde Optik erhielt. Zur weiteren Steigerung der Geschwindigkeit wurden mit der dritten BETA-Version alle noch verbliebenen KDE-Programme verbannt und durch GTK+ basierende Alternativen ersetzt. Standardmäßig setzt die neue Distribution auf das Dateisystem JFS – etwas ungewöhnlich für eine Linux Desktop-Distribution.
Das Entwicklerteam von Zebuntu rekrutiert sich unter anderem aus ehemaligen Zeta-Programmierern. Im Gegensatz zum Haiku-Projekt wollen sie die Kompatibilität zu BeOS-Programmen über eine Art Emulationsschicht mit entsprechenden Bibliotheken und Anwendungen herstellen.
Das alternative und auf Multimedia-Apps zugeschnittene Betriebssystem BeOS konnte nie richtig im Markt Fuß fassen. Bereits 2001 wurde der ins Trudeln geratene Hersteller Be durch Palm aufgekauft, welcher die Weiterentwicklung nur kurze Zeit später einstellte. Schließlich übernahm es der Entwickler YellowTAB, der das Betriebssystem unter dem Namen Zeta weiterführte und vor allem über Teleshopping-Kanäle vertrieb. Nach der Insolvenz 2006 kaufte Magnussoft die Rechte, die nur kurze Zeit später durch die Firma Access angezweifelt wurden. Diese hatte mittlerweile PalmSource übernommen und vertrat den Standpunkt, YellowTAB hätte niemals eine gültige Lizenz erworben und somit ein illegales Derivat von BeOS hergestellt. Seit Beginn dieses Rechtsstreits ist Zeta nicht mehr erhältlich.
Trotz der recht chaotischen Geschichte des alternativen Betriebssystems besitzt BeOS nach wie vor eine recht treue Anhängerschaft. Diese programmiert beispielsweise mit Haiku an einem eigenen, quelloffenen und zu BeOS vollständig kompatiblen Klon.




