BBC setzt Linux ein

BBC setzt Linux ein

Auf der Linux.conf.au Konferenz stellte Stuart Cunningham von der Forschungsabteilung der BBC das dort entwickelte Softwarepaket Ingex vor. Das System soll die bandlose Produktion digitaler Fernsehprogramme erleichtern, indem es die Videodaten zunächst über ein Serial Digital Interface (SDI) von einem entsprechenden Zuspieler einliest, die Daten umwandelt und dann im Material Exchange Format (MXF) auf der Festplatte archiviert. Auf diesen Datenbestand kann dann die Post-Production zurückgreifen – bei der BBC meist in Form von Avid-Schnittsystemen.

Bei der herkömmlichen Produktion kommen derzeit immer noch digitale Bänder zum Einsatz, die teuer und fehleranfällig sind. Zudem kann das Material nur in Echtzeit umkopiert werden. Ingex beseitigt diese Einschränkungen, indem es eine vollkommen bandfreie, sichere und schnelle Produktion ermöglicht. Die Software steht unter der GPL-Lizenz und hier kostenlos zum Download bereit.

Den Ingex-Anwendungen genügt dabei schon ein normaler Linux PC mit SDI-Karte, wodurch sich als weiterer Vorteil die Kosten drastisch reduzieren. Die BBC selbst setzt derzeit Rechner mit zwei Intel Quad-Prozessoren, 4 GByte RAM und 4TByte Festplattenspeicher ein. Als Distribution wurde OpenSuse in Kombination mit einem XFS-Dateisystem gewählt. Die Archvierung der Videos geschieht in einem NAS.

Seine Praxistauglichkeit bewies Ingex bereits bei der Produktion der BBC Show “Dragon’s Den”, der Serie “EastEnders”, der dritten Staffel der Kindersendung “BAMZOOKi” und bei Musikvideos für BBC Radio One.

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