In den letzten Tagen sorgte eine Meldung für einen Schock bei iPod-Liebhabern, die den Musik-Player über iTunes-Alternativen füttern: Apple sperrte sie offenbar aus. Wie das Blog ipodminusitunes.blogspot.com berichtet, stellte Apple mit der neuen Produktpalette auch die Titeldatenbank “iTunesDB” von iTunes um. Sie enthielt nun Prüfsummen, mit denen freie Entwickler vorerst nichts anfangen konnten. Nutzten die iPodder eine andere Software als iTunes, stimmten Datei und Prüfsumme nicht mehr überein. Der iPod zeigte keinerlei Inhalte mehr an, und Nutzer von Anwendungen, die auf der libgpod aufsetzen, konnten ihre Sammlung nicht mehr mit ihrem Abspieler abgleichen. Das verärgerte vor allem Linux-Nutzer: Sie sind auf Alternativen angewiesen, da es für das freie Betriebssystem kein iTunes aus dem Hause Apple gibt.
Doch bereits gestern gab das gleiche Blog Entwarnung: Die Hash-Wert seien geknackt worden. Das heißt: Aufatmen für alle iPod-aber-nicht-iTunes-Nutzer – zumindest unter Linux. Für Windows-Alternativen suchen die Hacker noch nach einer Lösung. Die Hintergründe der Apple-Maßnahme bleiben indes noch unklar. Ob der Konzern explizit die kleine Zahl von Nicht-iTunes-Nutzern aussperren wollte, ist nicht bekannt. Bereits in der Vergangenheit sorgten Firmware-Updates allerdings für Schwierigkeiten im Zusammenspiel mit den iTunes-Alternativen, etwa mit der Version 4.5 von iTunes.





Die Zeit ist reif, um Apple einen ähnlichen Prozess wie Microsoft zu machen. Apple hat zwar nur ca. 5% Marktanteil, doch dieser ist alleine durch fragwürdige Marktpraktiken gewachsen. Vor wenigen Jahren war Apples Marktanteil noch unter dem von Linux auf den Desktops. Apple tut alles, was man Microsoft in der Klageschrift vorwirft noch viel intensiver. Komponenten werden nicht nur an das Betriebssystem gekoppelt sondern auch direkt an die Hardware. Apple hat seine Benutzer völlig unter Kontrolle und mißbraucht die Tatsache, daß Mac OS nur auf den eigenen Rechnern läuft, um die Benutzer zur Kasse zu beten. Der Umstieg von M68K… Mehr »
Tja, nur leider kann man zwar trotz gewaltiger Marktdurchdringung bei den iPods nicht sagen, daß der Verbraucher keine Alternativen hätte. Das macht aber hier genau den Unterschied. Das ist auch der Grund, warum MS Konkurrenz und Mitbewerber immer so freundlich begrüßt, denn hätten sie ernste Konkurrenz, dann wäre ihnen einiges an “Kartellverfahren” erspart geblieben. Mit iRiver, iAudio, Arcos, etc. stehen dem Komprimierte-Musik-Hörer allerdings genug Alternativen zur Verfügung, sodaß man eben bei Apple nicht von Mißbrauch einer Monopolstellung sprechen kann. Wenn es genug “Dumme” gibt, die den Vendor-Lock-In bereitwillig ertragen um hip/cool/stylish zu sein oder der anhaltenden Meinung sind, das technisch… Mehr »