ForumLinuxfähiges Modem
Andre Weselsky – Montag, 09. Mai 2005 10:52 Uhr

Hallo an alle,

kurz und bündig: gibt es 56k- Modems, die anstandslos unter Linux laufen?
Wie ich hörte, soll das der Fall sein….zumindest bei der “neueren” Generation. Falls jemand einen Tip abgeben kann, wäre ich dankbar. Hersteller ist mir eigentlich egal.

Grüße, Andre

5 Antworten
Thomas Lange – Montag, 09. Mai 2005 12:14 Uhr

Hi Andre,

ich habe ein Neolec das unter Mandrake (9.2, 10.0, 10.1) anstandslos lief bzw. läuft. Treiber für Linux gibts auf der beiliegenden CD bzw. kann man vom Internet runterladen.

Gruß
tl017

Adrian Wranik – Montag, 09. Mai 2005 17:38 Uhr

Ich hatte früher ein externes ELSA Microlink Basic V.90 Modem, welches problemlos funktionierte. Eine ganze Reihe von externen Modems arbeitet eigentlich anstandslos.

Ich habe jedoch die Vermutung, daß du diese Frage im Hinblick auf interne Modems richtest, sei es als PCI Karte oder gar On-Board. Hier gibt es ein gewisses SoftModem – Risiko ( d.h. Modems die eigentlich RJ-11 Schnittstellen heißen sollten und nur mit entsprechenden Treibern arbeiten, in einigen Notebooks on-board zu finden). Für solche Fälle ist [1] eine gute Anlaufquelle, inclusive Verweisen auf entsprechende Geräte-Datenbanken.

[1] http://www.linmodems.org/

Patrick Obenauer – Montag, 09. Mai 2005 19:40 Uhr

Klar gibt´s die!
Bei mir zum Beispiel ein 3com U.S. Robotics 56k Modem ohne das geringste Problem bei Installation und Betrieb.
Wichtig ist nur, dass das Modem kein “Win-Modem” ist, das ist oft bei Modems in Steckkartenformat der Fall. Das hatte ich bereits beim Neukauf im Rechner und das läuft natürlich bis heute nicht…
Also mein sehr vereinfachter Tipp: einfach eine “Kiste” kaufen.
Auf den Seiten von Linux-Anbietern (darf/soll ich hier Werbung machen?!) findet man auch Modems.
Hilfe gibts auch “bei dem Kofler” (Linux-Buch).
Gruß!
Patrick

Tobias Hunger – Montag, 09. Mai 2005 20:07 Uhr

Ganz so einfach ist es nicht…

Mit seriellen Modems bist Du tendenziell auf der sicheren Seite, egal in
welcher Größe die gebaut sind. Über das serielle Kabel passen gerade mal die
Daten, die das Modem versenden soll… da können die Hersteller keine
Sauereien machen.

Mit USB und Modemkarten sieht das leider ganz anders aus: Da reicht die
Bandbreite aus um schlechte Soundkarten mit Telephonstecker als Modem an die
Kunden bringen zu können (aka. “Winmodems”). Dabei übernimmt der Computer die
ganze Modemarbeit und schickt im Prinzip ein WAV-File an das “Modem”, das die
dann nur noch in’s Telephon flötet.

Natürlich gibt es aber auch richtige USB/Kartenmodems. Die liegen im Preis
aber im oberen Bereich (nicht das man die daran erkennen könnte…).

Wenn es den ein Winmodem sein muss, dann besteht aber auch in Linux noch
Hoffnung: Einige tun auch hier. [1] hilft weiter. [2] hat eine Datenbank mit
Informationen zur Kompatibilität von Modems mit Linux.

[1] http://www.linmodems.org
[2] http://start.at/modem

Andre Weselsky – Dienstag, 10. Mai 2005 09:10 Uhr

Na, ich denke, bei den vielen Tips hier wird wohl was passendes dabei sein. Vielen Dank an alle Schreiber für ihre Mühe!
Grüße, Andre

Ecaroh – Mittwoch, 11. Mai 2005 17:54 Uhr

Noch einen Tip: Wenn das Modem den Hayes AT-Befehlssatz unterstuetzt sollte diese ebenfalls problemlos funktionieren. Fast jedes Einwahlprogramm ist in der Lage das Modem automatisch abzufragen. Kann das Modem Hayes, kann Linux es ansteuern.

Ecaroh

Tobias Hunger – Mittwoch, 11. Mai 2005 18:48 Uhr

Im Prinzip hast Du recht… eigentlich alle Modems arbeiten mit diesem
Befehlssatz und Linux kommt damit problemlos klar.

Nur heißt “Hayes” nicht, das auch wirklich das Modem die Kommandos erhält und
umsetzt… Auch die Winmodems unterstützen den AT-Befehlssatz! Da wandelt der
Treiber die Befehlssequenzen um! Ohne Linuxtreiber, die diese Aufgabe im
TuX-Land übernehmen, bleibt die Leitung dann stumm…

Ralf Weißenborn – Mittwoch, 11. Mai 2005 18:25 Uhr

Moin auch,

ich habe ein linuxfähiges Modem. Es handelt sich um ein externes Gerät aus dem Hause NoName. Funst unter Koppix und unter Suse 9.2 prof. Nach meiner Erkenntnis hat Linux mit externen Geräten kaum Schwierigkeiten. Nur interne so genannte Win-Modems machen Schmerzen. So kann meine Empfelung nur “Externes Gerät” lauten. Das externe Gerät sollte allerdings kein USB-Modem sein, sondern eines das an die COM-Schnittstelle angeschlossen wird.

Man lies sich
Ralf

Susanne Schneider – Freitag, 13. Mai 2005 16:52 Uhr

hallo Andre,
laut SUSE hardwaredb wird das Aztech 56k USB Modem (UM9800) unterstützt – nach installation des Paketes: smartlink-softmodem-2.9.6-79.i586.rpm …
eine Nachfrage bei Fa Aztech ergab, daß das Gerät unter dem Namen TYPHOON von der Fa. Anubis in rotem Gehäuse in fast jedem Mediamarkt angeboten wird (knapp 40 E). Aztech erwähnt die Linuxeignung sogar auf seiner Heimseite.
Ich stehe selbst vor dem Modemproblem und hab mich entschlossen, das Ding auszuprobieren – kann gern drüber berichten
Gruß
Susanne

Andre Weselsky – Freitag, 16. September 2005 20:22 Uhr

Hallöchen…ich habe mir eine “Kiste”gekauft…Elsa Microlink 56k basic. Funktionierte auf Anhieb. Danke an alle für Eure Tips.