Das Spiel zum Wochenende: The Butterfly Effect

Das Spiel zum Wochenende: The Butterfly Effect

Schmetterlingstheorie

Im Knobelspiel The Butterfly Effect dreht sich alles um Bälle, Rampen, Flaschen und ähnlichen Sperrmüll. Mit seiner Hilfe gilt es zahlreiche physikalische Rätsel zu lösen.

Das Spielprinzip ist sichtlich Crazy Machines inspiriert: The Butterfly Effect präsentiert eine Szene, die man mit allerlei Gegenständen aus einer Werkzeugleiste bestücken darf. Sobald man die Stoppuhr rechts unten in der Ecke betätigt, setzt die Schwerkraft ein, was wiederum zu einer physikalisch korrekt simulierten Kettenreaktion führt.

Durch den möglichst geschickten Einsatz der zur Verfügung stehenden Objekte, gilt es ein ganz bestimmtes und in jeder Szene anderes Rätsel zu lösen. Mal muss man Bälle in eine Schachtel bugsieren, ein anderes mal einen Schmetterling zu einer Blume geleiten. Über das zu erreichende Ziel schweigt sich The Butterfly Effect allerdings beharrlich aus. Lediglich ein Klick auf den gelben Post-It-Zettel gibt kleinere Hinweise.

Baumeister

Da sich The Butterfly Effect noch in der Entwicklung befindet, gestaltet sich die Installation etwas umständlich. Zunächst stellt man im Paketmanager sicher, dass die Anwendungen gcc, g++, make, patch, autoconf und automake, die Qt4-Bibliothek sowie das zugehörigen Entwicklerpaket (libqt4-devel) installiert sind.

Anschließend steuert man die Downloadseite auf Sourceforge.net an [2]. Dort wendet man sich dem letzten Milestone zu und lädt die zwei zugehörigen Archive herunter, derzeit TheButterflyEffect-m5-src.tgz und TheButterflyEffect-m5-img.tgz. Das erst genannte enthält den Quellcode, das zweite alle Bilder und Leveldaten. Beide Archive muss man deshalb in das gleiche Verzeichnis entpacken.

Im nächsten Schritt öffnet man ein Terminalfenster, wechselt in das Verzeichnis des Spiels und ruft ./configure gefolgt von make auf. configure wirft unter Umständen am Ende eine Fehlermeldung aus, die man ignorieren kann – vorausgesetzt sie bezieht sich nicht auf eines der oben genannten Pakete.

Bedienung!

Hat auch make seine Arbeit beendet (es gibt keine Bestätigungsmeldung), startet der Aufruf von ./tbe das Spiel. Mit einem Klick auf das große Bild oder via File | Open level… holt man ein Fenster hervor, das alle mitgelieferten Level zur Auswahl stellt.

In der Toolbox angebotene Gegenstände zieht man per Drag-and-Drop in die Szene. Dort kann man sie so lange verschieben und teilweise auch verändern, bis man die Zeit über einen Klick auf die Stoppuhr rechts unten auslöst. Ein weiterer Klick auf den Zeitmesser stoppt die Kettenreaktion vorübergehend. Änderungen am Versuchsaufbau sind dann allerdings erst wieder möglich, wenn man ihn über den grünen Pfeil zurück gesetzt hat.

Per Simulation | Sim Speed beschleunigt oder verlangsamt man die Animationen. Letzteres ist insbesondere dann ratsam, wenn viele Dinge gleichzeitig auf dem Schirm passieren.

Fazit

Das Kobelspiel ist schnell erlernt und unglaublich fesselnd. Die Grafik lockt zwar niemanden hinter dem Ofen hervor, dem Spielspaß tut dies jedoch keinen Abbruch. Man erwischt sich schnell dabei, nur noch eine weitere Aufgabe lösen zu wollen. Schade, dass es derzeit nur 13 Level gibt. Glücklicherweise lassen sich mit Programmierkenntnissen in XML eigene Aufgaben basteln, so dass es hoffentlich in Zukunft nicht an Nachschub mangelt.

The Butterfly Effect-Details

Bezugsquelle: http://sourceforge.net/apps/trac/tbe/wiki/WikiStart
Lizenz: GNU GPL v2
Preis: kostenlos
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution
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