Rupert Murdoch erklärt das Internet

Rupert Murdoch erklärt das Internet

Rupert Murdoch dürfte zumindest regelmäßigen Simpsons-Zuschauern ein Begriff sein: Der Milliardär, Chef des konservativen Fox-Channels und Medienmogul mit weltumspannenden News-Corp-Imperium will das Internet verändern.

Murdochs Vorschlag ist so einfach, dass man sich fragt, warum da früher noch niemand drauf gekommen ist: Er will Geld für seine News-Webseiten verlangen, gab er gegenüber der britischen Zeitschrift Guardian zu Protokoll.

Das Wall Street Journal habe es vorgemacht, nun sollen auch Murdochs Zeitschriften folgen und zwar “in den nächsten zwölf Monaten”. Zu den potenziellen Kandidaten aus seinem Portfolio gehören die Times, Sunday Times und das Boulevardblatt Sun. Kostenlose Inhalte seien ein “nicht funktionierendes” Business-Modell, der “heutige Zustand des Internets wird bald vorüber sein”, orakelt Murdoch.

Ähnlich Schlaues hatte bereits der mittlerweile verstorbene FAZ Aufsichtsratschef Hans-Wolfgang Pfeifer 2001 von sich gegeben: Wortwörtlich sagte er damals, einige Leute hätten “die Bedeutung und die Funktion des Internets nicht erkannt.” Der Plan, die Inhalte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Online kostenpflichtig zu machen, wurde nie umgesetzt. Gegen Geld erhält der Leser lediglich eine Epaper-Version und die Archiv-Inhalte. Längere Bezahlversuch der New York Times verfehlten bisher ebenso ihr Ziel. Vielleicht hätte Murdoch vor dem Interview einfach mal einige der frei zugänglichen Artikel zum Thema recherchieren sollen.

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Daniel Gultsch
17 Jahre her

Zumindest kommt dann vielleicht mal der HTTP Status Code 402 (Payment Required) zum EInsatz *kicher*

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