Die Mozilla Foundation hat ihren geprüften Jahresabschluss und die Steuerunterlagen für das Jahr 2007 veröffentlicht. Aus diesem Anlass zieht die Stiftungs-Chefin Mitchell Baker Resümee und bescheinigt dem Open-Source-Unternehmen selbst in der aktuellen Krise gute Zukunftsaussichten.
Die Stiftung ist die alleinige Eigentümerin der Mozilla Corporation, die das operative Geschäft durchführt. Jahresabschluss und Steuerunterlagen stehen im PDF-Format zum Download bereit.
Die Einnahmen der beiden Körperschaften zusammen betrugen im Jahr 2007 rund 75 Millionen US-Dollar, gegenüber 67 Millionen im Jahr 2006 bedeutet das eine Steigerung von 12 Prozent. Der überwiegende Teil dieser Summe stammt laut Baker vom Suchmaschinenriesen Google, der Mozilla dafür entlohnt, dass er mit einem Suchfeld in dessen Browsern vertreten ist. Seit der jüngsten Vertragsverlängerung wird diese Einkommensquelle bis November 2011 erhalten bleiben. Finanzkrise hin oder her — Baker sieht Mozilla langfristig gut aufgestellt und drückt das auch im Titel ihres Blogeintrags aus: “Zukunftsfähig auch in unsicheren Zeiten”.
Die allgemeinen Ziele für die Zukunft habe Die Browserschmiede im Mozilla Manifesto publiziert, schreibt die Mozilla-Chefin. Zu den konkreten Maßnahmen in jüngster Zeit gehörte eine Kampagne in China sowie die Gründung einer Tochter dort.
Der Open-Source-Browser ist offenbar in nicht-englischsprachigen Regionen besonders stark vertreten: In Indonesien benutzen über 50 Prozent Firefox, Slowenien, Polen und Finnland weisen eine Quote von mehr als 40 Prozent auf. Diesen Trend möchte Mozilla in Zukunft durch die Einbindung lokaler Entwickler und Übersetzer stärken.
Die Arbeit am Mailclient Thunderbird und verwandter Software wurde im Juli 2008 in die Firma Mozilla Messaging ausgelagert. Die Entwicklungsabteilung Mozilla Labs soll weiter für Innovation sorgen, unter anderem mit Browser für Mobilgeräte.
Baker beschließt Ihren Beitrag in der Sprache der Motivation: “Mozilla ist stark. Wir wachsen. Wir wagen Neues. […] Mozilla hat jedem einzelnen die Macht gegeben, das Internet besser zu machen, und so werden wir auch weitermachen.”





