Ubuntu Upstream Report eröffnet

Ubuntu Upstream Report eröffnet

Um die Kommunikation mit den Entwicklern der in Ubuntu ausgelieferten Pakete zu verbessern, hat Distributor Canonical als erste Maßnahme den Ubuntu Upstream Report ins Leben gerufen. Dahinter steht eine Internetseite, die in Echtzeit die 100 Projekte mit den meisten offenen Fehlern (Bugs) auflistet. Zusätzlich lässt sich aus ihr ablesen, welche und wie viele dieser Fehler überhaupt an die eigentlichen Entwickler weitergeleitet werden können (Canonical bezeichnet dies als “upstreamable”) und wie viele Berichte bereits erfolgreich in den jeweiligen Fehlerverwaltungssystemen (“Bug Tracking System”) der Originalautoren gelandet sind.

Die Paketbetreuer bei Canonical bekommen damit erstmals konkrete Zahlen in die Hand und können so beispielsweise feststellen, dass sie 90% der Fehlerberichte an ein Projekt übergeben haben oder welche Projekte eine mangelnde Qualität aufweisen und somit zusätzliche Unterstützung benötigen. Darüber hinaus lässt sich aus diesen Daten schließen, wie gut die Weiterleitung von Fehlerberichten an die, in diesem Fall etwas irritierend auch als “upstream” bezeichneten, eigentlichen Entwickler tatsächlich funktioniert.

Eine ausführliche Erklärung der im Upstream Report aufbereiteten Informationen findet man im Ubuntu-Wiki, sowie im Blog des Programmierers.

Möglicherweise ist die zunächst noch in einer Beta-Version in Betrieb genommene Liste eine erste Reaktion auf die von Kernelentwickler Greg Kroah-Hartmann auf der Linux Plumbers Conference geäußerte Kritik, Canonical würde zu wenig zum “Linux-Ökosystem” beigetragen. Der Distributor möchte jedenfalls die Zusammenarbeit mit den einzelnen, in Ubuntu genutzten Projekten auch in Zukunft noch weiter verbessern, wie Community Manager Jono Bacon in seinem Blog erläutert. Genaueres zu den geplanten Vorhaben erfährt man allerdings noch nicht.

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