AmigaOS 4.1 angekündigt

AmigaOS 4.1 angekündigt

Die Belgische Firma Hyperion Entertainment, Linux-Usern eventuell durch ihre Linux-Ports der Spiele Gorky 17 und Shogo: Mobile Armor Division bekannt und nach eigener Sichtweise Inhaberin der Rechte am legendären AmigaOS, hat für das dritte Quartal 2008 AmigaOS 4.1 angekündigt. Laut Newsmeldung wird AmigaOS 4.1 wohl voraussichtlich keine Original-Amigas mit PPC-Upgrade mehr unterstützen, wie es das Anfang 2007 nach langem Warten vorgestellte AmigaOS 4.0 tat. Als einzige unterstützte Plattform führt Hyperion den inzwischen nicht mehr produzierten AmigaOne auf, was die Zielgruppe sehr stark einschränkt, denn Gerüchten zufolge wurden von den auf IBMs PowerPC-Open-Platform-Spezifikation basierenden G3- bzw. G4-basierten Geräten insgesamt gerade einmal 1500 hergestellt.

Classic Amiga-Besitzer mit PPC-Upgrade sollten die Hoffnung allerdings nicht ganz aufgeben, immerhin wurde 2007 die AmigaOS 4.0-Version für PPC-Upgrades auch erst gegen Ende des Jahres nachgereicht.

An neuen Features hat AmigaOS, wie das ebenfalls unlängst vorgestellte konkurrierende MorphOS 2.0, nichtsdestotrotz einiges zu bieten. So hat Hyperion zum Beispiel einen hardware-beschleunigten Desktop-Compositor mit frei definierbaren Fensterformen integriert und führt mit JXFS ein Filesystem ein, das mit mehreren Terabyte großen Partitionen umgehen kann. Verbessertes Speichermanagement, Unterstützung von Digitalkameras mit dem Picture Transfer Protocol (PTP), bessere Radeon-Treiber und die Integration der ebenfalls in Firefox, GTK+ und Openoffice eingesetzten Cairo 2D Vektorgrafik-Library zählen zu den Neuerungen.

[1] http://www.hyperion-entertainment.biz:8080/news/2008-07-11
[2] http://en.wikipedia.org/wiki/Amigaone

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GoaSkin
17 Jahre her

Auch wenn eine Monopolisierung wirklich nicht gewünscht ist, sollten sich die Entwickler von AmigaOS und MorphOS überlegen, ob sie nicht ein paar Jahre nach dem es Apple getan hat ebenfalls auf Intel Switchen und alte Programme per JIT- ziemlich tot und jeder Versuch, darauf ein System aufzubauen brotlose Kunst. Ein Motherboard für PPC- oder SPARC-CPUs zu entwickeln ist teuer und zeitaufwendig. Die Versuche, einen PPC-basierten Amiga auf den Markt zu bringen scheiterten daran, daß das Board technisch veraltet war, bis es auf dem Markt kam und nur teuer angeboten werden konnte. Die PPC-Plattform hat zu dem das Problem, daß die… Mehr »

Daniel Kottmair
17 Jahre her
Reply to  GoaSkin

Also deine Behauptungen sind so fern der Realität, dass ich mich frage, ob ich im falschen Film bin…. Apple hat geschlagene 9 Jahre lang, von 1997 als der G3 vorgestellt wurde bis zum Intel-Umstieg 2006 genau dieselbe Maxbus-basierte Newworld-Systemarchitektur mit absolut winzigen Änderungen verbaut (in weiten Teilen geht die Architektur sogar bis zu den ersten PPCs von 1994 zurück!). Genau das war ja das Problem, weswegen der G4 so veraltet war. Apple weigerte sich einfach, das Ding mal richtig zu modernisieren, denn den alten Mist weiterhin teuer zu verkaufen ist nun mal profitabler als ständig was neues zu entwickeln… Das… Mehr »

GoaSkin
17 Jahre her

Vielleicht mag der Linux-Kernel ausgereift genug sein, um mit geringem Aufwand neue Newworld Macs zu unterstützen. Ein Port von MorphOS, der erst einmal darauf ausgelegt war, ein einziges Modell zu unterstützen war jedoch zumindest nach Aussagen der Entwickler nicht geeignet, um ihn so schnell auf anderen Macs nutzbar zu machen. Da wurde Linux wohl eher zum Hybridmotor, während MorphOS bestimmte Kraftstoffe braucht. Man sollte aber auch bedenken, wie viele Entwickler am Linux-Kernel entwickeln und daß das gesamte MorphOS-Projekt von einer Handvoll Entwicklern umgesetzt wird.

Beschleunigtes X11? Klar wird die Grafikkarte erkannt, aber hardwarebeschleunigte X11-Unterstützung habe ich bisher vergeblich gesucht.

Daniel Kottmair
17 Jahre her
Reply to  GoaSkin

Klar. MorphOS ist und war nie für eine möglichst breite Hardwarepalette gedacht. Bei Linux ist das eben inhärent! Trotzdem halte ich die Behauptung, dass wenn MorphOS auf einem iBook läuft die Anpassung auf ein anderes G4-basiertes Modell fast nochmal derselbe Aufwand wäre für geflunkert! ;-) Insbesondere die G4-Macs aus derselben Zeit wie das iBook müssten *völlig* ohne Anpassungen funktionieren, setzen sie doch exakt dieselben Chipsatz-Revisionen und CPUs ein. Nur die GPU könnte eventuell ein Problem sein, die unterscheidet sich manchmal deutlich. Bei allem anderen sind die Unterschiede nur optisch bzw. künstlich per MacOS rauskastriert (z.B. Screen-spanning am externen VGA der… Mehr »

GoaSkin
17 Jahre her

Also ich habe die relevanten Netz-Publikationen zum Thema noch einmal gesucht und gelesen.

Es sieht so aus, daß es expermintelle, bislang nicht öffentliche MorphOS-Ports für den Mac Mini (G4) und ein Entwicklerboard von Freescale gibt, die noch verbesserungswürdig sind. Für die Entwickler hat die Unterstützung neuer Plattformen allerdings keine große Priorität, sodaß daran momentan nicht sehr eifrig gearbeitet wird.

Zur Unterschiedlichkeit der Hardware wurde nicht gesagt, daß sich jeder Rechner grundlegend unterscheidet, sondern der Powermac von den übrigen Produkten.

GoaSkin
17 Jahre her
Reply to  GoaSkin

Hier gibt es noch ein (eher langweiliges aber für die Szene wichtiges) Video zu MorphOS auf dem Mac:

[1] http://bigfoot.morphos-team.net/files/morphos-on-mac.mpeg

GoaSkin
17 Jahre her

Je länger ich Meldungen zum genannten Betriebssystem betrachte, desto zweifelhafter kommt mir eine Tatsache auf: – Die Firma AMIGA INC., die die Rechte am Amiga-System besitzt verliert auf ihrer Webseite kein Wort zu neuen AMIGA-OS-Versionen mehr und auch kein Wort mehr über Hardware, die nicht von Commodore produziert wurde. Sie vermarktet die QNX-basierte Emulationslösung AmigaForever für PCs, die auf AmigaOS 3.9 basiert und ein paar alte Programme für billig, das wars. – OS 4.0 und zukünftig OS 4.1 wird von Acube Systems vermarktet, einem Hardware-Hersteller, der PPC-Motherboards herstellt, aber auf denen kein Amiga OS läuft. Er verkauft seine Motherboards zur… Mehr »

Pfau Thomas
16 Jahre her

Also,
ich habe noch einen Amiga4000 Computer im Keller.
Und manchmal wäher es nicht schlecht wenn man diese Computertechnik wieder reaktivieren solle wegen Dpaint IV usw..
Ich habe natürlich in den Foren noch etwas aus der Amiga Ecke mit verfolgt.
Meiner Meinug nach solte man das Amiga OS in Zukunft CPU neutral Programmiert werden in etwa wie Linux oder andere Unixversionen. Damit es egal ist auf welchem Cpu das OS läuft.
Apple würde es gut tun wenn es noch einmal Konkurenz bekäme.

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