Erste BETA von Ulteo erhältlich

Erste BETA von Ulteo erhältlich

Gaël Duval hat die Verfügbarkeit der ersten BETA-Version des Ulteo Application System angekündigt. Die neuartige Linux-Distribution will die Nutzung von Computern drastisch vereinfachen und reanimiert dazu die Idee der Thin-Clients. So soll man Anwendungen nicht mehr installieren, sondern sie sollen zentral auf einem Internet-Server laufen.

Um dieses Ziel zu erreichen, stellt Ulteo verschiedene Online-Dienste bereit. Dazu gehören primär der Ulteo Online-Desktop, der die Ausführung von Programmen in einem Browser gestattet, sowie bis zu ein Gigabyte Online-Speicher, auf dem die Benutzer Ihre Dokumente ablegen. Das jetzt veröffentlichte Ulteo Application System (kurz Ulteo-AS) realisiert den Client, der den Zugang zu den genannten Diensten gestattet. Es bildet somit nach dem Willen von Ulteo den Kern des Ulteo Framework getauften Gesamtkunstwerks.

Hinter Ulteo-AS verbirgt sich eine aufgebohrte Ubuntu-Distribution. Über einen, auf Kerberos aufbauenden Authentifizierungsdienst namens “Ulteo-AA” melden sich Nutzer beim Online-Desktop an, die eigentliche Verbindung erfolgt dann per VNC. Lokale Daten gleicht ein entsprechender Synchronisationsdienst mit den online gespeicherten Dokumenten ab, die derzeit 10 MByte nicht überschreiten dürfen. Des Weiteren spendierten die Entwickler das “My Digital Life”-Panel, über das man die eigenen Dokumente und Anwendungen komfortabel verwaltet.

Ulteo finanziert sich hauptsächlich über zusätzliche “Gold” und “Premium”-Dienste. Ulteo-Erfinder und Geschäftsführer Gaël Duval ist kein Unbekannter: Er rief 1998 Mandrake Linux ins Leben, das später aus lizenzrechtlichen Gründen in Mandriva umbenannt werden musste. Acht Jahre später wurde er aus dem Unternehmen geworfen, wonach ein kleiner Rosenkrieg folgte. Kurze Zeit später gründete er das WebOS-Projekt Ulteo. Mit einem ähnlichen Konzept versuchte sich vor einigen Jahren bereits die Firma Eazel, die damit jedoch scheiterte.

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Daniel Arnold
18 Jahre her

Warum verwendet man für einen Onlinedienst VNC, wenn es deutlich schnellere
und bandbreitenschonendere freie Lösungen gibt?

(Free)NX [1] gibt es ja nicht erst seit gestern. Obendrein gibt es ja noch
mehr freie Lösungen, wie X2go etc. etc… VNC ist wie der Internet Explorer.
Es ist im Vergleich zu den anderen die ungeeignetste Software, aber jeder
kennt sie. ;-(

Naja. Mal schauen, wie dieses Projekt trotz VNC wird. ;-)

[1] [1] http://freenx.berlios.de/
[2] [2] http://x2go.berlios.de/

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