Betatest: Mono beschleunigt Second Life

Betatest: Mono beschleunigt Second Life

Der Hype ist vorüber, doch in Second Life, der 3D-Welt von Linden Labs, tummeln sich weiterhin die Avatare und bauen ihre virtuellen Grundstücke. Nun mischt Mono, die hauptsächlich von Novell entwickelte freie Implementierung des .Net-Frameworks, die virtuelle Community auf – vorerst allerdings nur in einer Beta-Version.

Eine eigene Skriptsprache, die Linden Script Language (kurz LSL), treibt die Online-Welt an. Eine von Linden Labs entwickelte virtuelle Maschine namens LSL2 verwandelt die Skripte in Maschinencode. In ersten Tests zeigte sich jedoch, dass die LSL-Skripte in einer Mono-Umgebung bis zu 220 mal schneller laufen, als in der hauseigenen virtuellen Maschine. In seinem Blog kündigt Mono-Entwickler und Gnome-Mitbegründer Miguel de Icaza nun erste Beta-Tests in der neuen Mono-Umgebung an.

Auch ein eigenes How-to im Second-Life-Wiki ruft Nutzer zum Testen der neuen Mono-Skripte auf. Dazu lädt der Tester die Beta-Version des Mono-Viewers herunter (oder die Alpha-Version für Linux), die ihn in einen speziellen Teil der Online-Welt transportiert. Dank Het Grid führt dann dort die Mono VM seine Skripte aus. Die von Mono kompilierten Beta-Skripte laufen allerdings nicht in den herkömmlichen Regionen von Second Life – was dem Wort “Regionalcode” eine völlig neue Bedeutung gibt. Zukünftig sollen Second-Life-Nutzer die Chance bekommen, ihre Skripte in allen .NET-Sprachen zu programmieren, die unter Mono laufen.

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