Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth hat seine Unterstützung für KDE bekräftigt. In einer Mail [1] lädt er die Entwickler des Kubuntu-Projekts zum Linuxtag (3. bis 6. Mai) nach Wiesbaden, um dort über die weitere enge Zusammenarbeit zu diskutieren und Zukunftspläne zu schmieden. Shuttlewort lobt die phänomenale Arbeit der KDE-Community und hebt deren wichtigen Stellenwert für die Open-Source-Entwicklung hervor. Seine Firma Canonical stehe deshalb voll hinter Kubuntu, betont er.
Um Kubuntu den gleichen Stellenwert zu verschaffen, wie dem GNOME-basierten Ubuntu, sei eine enge Zusammenarbeit nötig, gibt Shuttleworth zu bedenken. Der Einladung zur Diskussion auf dem LinuxTag sollten deshalb möglichst viele KDE-Entwickler folgen.
Neben der Diskussion über künftige Strategien schwebt Shuttleworth die Gründung eines Führungsteams vor, das bei Kubuntu für Entwicklung, Dokumentation, Übersetzung, Marketing und Distribution verantwortlich sein soll.
Dass Shuttleworth lobende Worte für Kubuntu findet und zum konstruktiven Gespräch aufruft, kommt vielleicht nicht ganz von ungefähr. Erst vor kurzem hatte sich bei der deutschen Community Kubuntu.de Protest gegen Canonical gerührt [2]. Die Abschaltung der Webseite begleitete die Aktion. Canonical habe das persönliche Engagement von kubuntu.de bislang ignoriert, hieß es in dem Schreiben, das während der Protestwoche die Webseite zierte.
[1] https://lists.ubuntu.com/archives/kubuntu-devel/2006-April/001146.html
[2] https://www.linux-community.de/Neues/story?storyid=19689




