Canonical Lab untersucht Usability von Thunderbird

Canonical Lab untersucht Usability von Thunderbird

Das geht, das geht nicht

Mit einem Test versucht Canonical, den Problemen der Nutzer mit dem Mailprogramm Thunderbird unter Ubuntu auf die Spur zu kommen.

Canonicals Design-Team hat den Mozilla-Mailclient Thunderbird einem Usability-Test unter Laborbedingungen unterzogen. 11 Testpersonen haben sich an vordefinierten Aufgaben versucht. Die ausgewählten Tester sind als Mac- und Windows-Nutzer beschrieben, keine Testperson war ein Linux-Nutzer, Alter und Geschlecht variierten. Die Testplattformen bestanden aus einem Ubuntu Maverick mit Unity. Zwei Testaccounts waren im Vorfeld mit Mails gefüllt worden. Es galt jeweils, den Thunderbird Client zu installieren, ein Konto einzurichten und dann einige typische Aufgaben zu erfüllen, etwa Filter zu definieren oder nach Mails zu suchen.

Die Nutzer zeigten sich von diversen Thunderbird Errungenschaften begeistert. Probleme bereitete dagegen das Anlegen von Ordnern, das Definieren von Filtern und der Umgang mit Attachments. Ein echter Showstopper war, dass die Tester das Programm nach der Installation aus dem Ubuntu Software Center auf dem Rechner nicht wiederfanden und es entsprechend nicht starten konnten. Charline Poirier vom Canonical-Usability-Lab bezeichnet das auch deshalb als gravierend, weil Nutzer erfahrungsgemäß gleich nach der Installation die größte Begeisterung mitbringen und loslegen wollen. Diese Phase sollte ein Anbieter nicht versäumen.

Probleme beim Wiederfinden bereiteten auch die von den Nutzern angelegten Ordner: Obwohl es dem ein oder anderen Probanden scheinbar gelungen war, Ordner durch Rechtsklick anzulegen, hatte er Probleme sie wiederzufinden. Statt Ordner hatten die Tester in Wirklichkeit Unterordner angelegt, stellte sich heraus.

Methodik und Resultate der Nutzertests sind im Canonical-Lab-Blog nachzulesen.

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