In Westeuropa trugen neben Apple mit dem I-Phone auch HTC, Nokia und Samsung zum positiven Trend bei.
Weltweit stieg 2010 die Zahl der verkauften Telefone um fast 20 Prozent auf 1,4 Milliarden. Speziell im westeuropäischen Markt sehen die Marktbeobachter, wie sich immer mehr Kunden von Smartphones zu Ungunsten normaler Mobiltelefone überzeugen lassen, und zählen neben den üblichen Verdächtigen I-Phone 4 und Blackberry 8520 auch das HTC Desire, das Nokia N8 und das Samsung Galaxy S als Zugpferde auf. In der sogenannten CEMA-Region mit dem ehemaligen Ostblock, dem nahen Osten und Afrika hätten die verkauften Stückzahlen pro Quartal erstmals die 70-Millionen-Grenze überschritten. No-Name-Geräte aus Asien sowie Androiden hätten diesen Trend herbeigeführt. Apple findet in Westeuropa sowie in den USA nach wie vor den größten Absatzmarkt und legte spektakuläre 86 Prozent Marktanteil im vierten Quartal zu, belegt aber im Weihnachtsquartal nur Rang fünf der Hersteller und fällt über das ganze Jahr betrachtet ganz aus der Hitlist heraus.
Bei den fünf weltweit führenden Herstellern kann sich Nokia an der Spitze behaupten: 453 Millionen verkaufte Geräte, fast 33 Prozent Marktanteil bei fünf Prozent Wachstum gegenüber 2009 sind zu verzeichnen. Dabei sinkt die Zahl der normalen Mobiltelefone in Nokias Bilanz, aber die Skandinavier haben es mit Geräten wie dem C7, C6-01 und C3 im letzten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal auf 38 Prozent Wachstum im Smartphone-Bereich gebracht. Auf dem zweiten Platz liegt Samsung mit 280 Millionen verkauften Geräte, gut 20 Prozent Marktanteil und 23 Prozent Wachstum. Das Geheimnis heißt Galaxy S: Der Hersteller hat laut IDC erstmals in der Unternehmensgeschichte allein im vierten Quartal mehr als 80 Millionen Geräte verkauft, von denen allein zehn Millionen auf Galaxy-S-Telefone abfallen. Abgeschlagener Dritter mit 8,4 Prozent weltweitem Marktanteil und rund 117 Millionen verkauften Geräten ist LG. An fünfter Stelle steht RIM, das weltweit stolze 41 Prozent Wachstum verzeichnete und nunmehr einen Marktanteil von 3,5 Prozent hält.
Gegen Ende des Jahres schob sich erstmals ein chinesischer Hersteller in die Top-Five-Liste, hebt IDC hervor, und zwar mit insgesamt 3,7 Prozent Marktanteil auf Platz vier: ZTE, gegründet 1985 im chinesischen Shenzen, hat von dem weltweit wachsenden Mobiltelefonmarkt profitiert, obwohl es in erster Linie kostengünstige Standard-Handys (so genannte Feature Phones) anstatt Smartphones verkauft. Speziell auf dem amerikanischen Markt halten mit Dell, Huawei, Kyocera und Sanyo ebenfalls neue Namen Einzug. “So etwas kann dieses Jahr noch öfter passieren”, kommentiert IDCs Senior-Analyst Ramon Llamas vom Team Mobile Devices Technology and Trends. Den Mobiltelefonmarkt sieht der Marktbeobachter wegen des kräftigen Smartphone-Segments bis in das Jahr 2014 hinein auf wachsendem Ast.





