Die Apache Software Foundation (ASF) hat im Mai sechs neue Toplevel-Projekte eingerichtet, mehr als je zuvor innerhalb eines Monats.
Zu den neuen Toplevel-Projekten (TLP) gehört der Apache Traffic Server, ein HTTP-1.1-Proxyserver. Der Yahoo-Konzern hatte den Code des vormals kommerziellen Produkts 2009 an die Stiftung gespendet. Im so genannten Incubator-Status reifte der Server seither zum eigenständigen Apache-Projekt heran.
Die weiteren Neuzugänge in Apaches erster Reihe waren bisher Teil anderer Toplevel-Projekte und werden nun eigenständig. Einige davon waren bisher unter den Fittichen der Java-Suchtechnologie Lucene angesiedelt: Apache Tika, ein Toolkit zur Analyse von Inhalten, und Apache Nutch, das die Lucene-Technologie auf das Web anwendet und beispielsweise einen Webcrawler sowie einen HTML-Parser bietet. Ebenfalls aus der Lucene-Familie stammt Apache Mahout, das zum Filtern, Klassifizieren und Gruppieren von Informationen Algorithmen maschinellen Lernens einsetzt.
Auch das Apache-Hadoop-Projekt, das einen freie Implementierung von Googles Mapreduce-Verfahren anbietet, entlässt zwei Zöglinge in die Selbstständigkeit: Avro, ein System zur Serialisierung mit Integration dynamischer Sprachen sowie die verteilte Datenbank HBase, die sich an Googles Bigtable orientiert und Milliarden von Datensätzen mit Millionen von Feldern aufnehmen soll.
Mit der Erhebung zum Toplevel-Projekt drücken die Stiftungsmitglieder ihr Vertrauen gegenüber einem Softwareprojekt aus und bescheinigen, “dass ein Projekt seine Eignung zur Selbstverwaltung bewiesen hat”, wie es der ASF-Vorsitzende Jim Jagielski formuliert.





