Windows 7: Neue Anti-Linux-Propaganda

Microsoft schult gegen Linux

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in einem US-amerikanischen Forum sind Screenshots einer „Trainingseinheit“ zu Windows 7 aufgetaucht, mit der Microsoft scheinbar PC-Verkäufer darauf konditioniert, Lügen über Linux zu verbreiten.

Mit dem bevorstehenden Release von Windows 7, das im Gegensatz zu Vista auch auf Netbooks akzeptabel schnell laufen soll, schaltet die Microsoft-Marketingmaschine angesichts der überdurchschnittlichen Popularität von Linux auf Netbooks in Sachen Anti-Linux-Propaganda wieder einen Gang höher: Im Internet-Jargon gerne als FUD (Fear, Uncertainty, Doubt) bezeichnet, sollen die in den Trainings-Folien gelisteten angeblichen „Fakten“ Ängste bei den Anwendern schüren, so dass diese doch lieber wieder zum bekannten Windows greifen — eine altbekannte Methode, mit der Microsoft gegen Linux vorgeht, wie schon in den geleakten Halloween-Dokumenten zu lesen war.

Wie üblich bei Microsofts „Get the facts“-Kampagne gegen Linux werden frei erfundene Behauptungen als „Faktum“ postuliert. So lernt der interessierte Verkäufer beispielsweise, dass es keinen Videochat-Support und keinen kommerziellen Support für Linux gibt, und dass Scanner, Drucker, Digitalkameras, iPods und allgemein mp3 fast überhaupt nicht unterstützt werden. Besonders interessant ist, dass Microsoft immer wieder betont, dass Windows 7 mit mehr Hardware kompatibel sei als Linux – und das, obwohl mit dem Upgrade auf Windows 7 wieder viele ältere Geräte von den Herstellern nicht mehr mit Treibern unterstützt werden. Der Linux-Kernel-Entwickler Greg Kroah-Hartman behauptete hingegen im Oktober 2008, dass Linux mehr Geräte unterstütze als jedes andere Betriebssystem – inklusive Windows. Kroah-Hartman sagt, dass er diese Behauptung jederzeit belegen kann und dass sogar Microsoft selbst ihm das bestätigt hätte.

Ebenfalls bemerkenswert ist Microsofts Hinweis, dass es „keine Garantie“ gäbe, dass ein Patch veröffentlicht wird, wenn ein Sicherheitsleck in Linux entdeckt würde. Denn abgesehen davon, dass in der Vergangenheit kritische Sicherheitslücken in Linux noch nie für eine längere Dauer ohne Patch waren — ganz im Gegensatz zu Windows, wo eine bekannte kritische Lücke schonmal zwei Jahre ungepatcht bleiben kann — gibt Microsoft ebensowenig eine Garantie für Patches.

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19 Kommentare auf "Windows 7: Neue Anti-Linux-Propaganda"

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Die werben sogar mit „Free Downloads“ zum Beispiel Windows Live oder Internet Explorer….

… und was sagt der MS-Kooperationspartner Novell dazu?
Ist dem das egal oder nimmt das Unternehmen dazu irgendwie Stellung? Deren Meinung würde mich brennend interessieren.

Gruß
Thomy

„Denn abgesehen davon, dass in der Vergangenheit kritische Sicherheitslücken in Linux noch nie für eine längere Dauer ohne Patch waren“

Ich kann mich ja irren, aber wurde nicht vor einigen Wochen ein Bug behoben, der die letzten acht Jahre unendteckt blieb?

Mag schon sein, ich weiss jetzt nicht, was du meinst. Aber Bug heisst ja nicht automatisch Sicherheitslücke, und selbst wenn wäre erstmal wichtig zu wissen, ob diese wirklich den Status „kritsch“ verdient(e)!…

Und?

Der Bug wurde nach 8 Jahren gefunden und dann innter wenigen Tagen gepatcht.

Die Linux Devs können nicht ein Patch schreiben wenn sie den Bug noch garnicht kennen oder?

Bei Microsoft ist das m.e. einiges schlimmer.

Beispiele:
http://www.microsoft.com/austria/technet/bulletin/ms09-025.mspx
http://www.microsoft.com/austria/technet/bulletin/ms09-026.mspx
http://www.microsoft.com/austria/technet/bulletin/ms09-028.mspx
http://www.microsoft.com/austria/technet/bulletin/ms09-029.mspx
usw usf.

Die Lücken sind mit hoch bis kritisch eingestufft und von Windows 2000 bis Windows Vista alle betroffen.

MS soll bloss nicht das „Maul“ zuweit aufreissen schliesslich findet man paar Hunder Lücken dieser Art bei Windows.

Ich glaube das haben einige Leute jetzt falsch verstanden. Mir ging’s nicht darum Linux schlecht zu reden oder Microsoft zu verteidigen. „Denn abgesehen davon, dass in der Vergangenheit kritische Sicherheitslücken in Linux noch NIE für eine längere Dauer ohne Patch waren — ganz im Gegensatz zu Windows, wo eine bekannte kritische Lücke schonmal zwei Jahre ungepatcht bleiben kann“ Mir ging’s nur darum, dass eben auch unter Linux Fehler jahrelang ungepatcht bleiben können. Es ist egal, ob es daran liegt, dass der Bug nicht bekannt ist oder, ob sich einfach niemand darum kümmern will. Die Aussage, dass Linux NIE längere Zeit… Mehr »

Es geht um BEKANNTE Sicherheitslücken die ABSICHTLICH nicht gepatcht wurden!

MS Office: 2 Jahre bekannt und 2 Jahre ungepatcht.
MS IE: 13 Monate bekannt und 13 Monate ungepatcht.

Unentdeckt != Ungepatcht

Steht doch gut erklärt im Artikel sogar mit Link zum MS Office Skandal.

acht Jahre unendteckt blieb der bug unter linux weil ihn nimand zuvor entdeckt hatte .. und wenn wir hier von pachen und bugs reden wann pacht microsoft sein windows so zu das virenscanner firmen konkurs gehen dan kann man von einem bs reden was fürs internet taugt prost windows 7 aber das ist nicht das ziel von windows sondern die girige macht nach macht und macht den wenn du macht hast braucht du kein geld .

Die FSF hat sich aber bei der Windows7sins Kampagne auch nicht gerade so beispielhalft hervorgetan.

1) FSF != Linux

2) Die 7 Sünden sind weder erfunden noch erlogen und jeder kann diese Sünden nachprüfen.

3) Lies die 7 Sünden mal

Daß Hersteller versuchen, die Konkurrenz schlechtzureden ist normale Gangart im IT-Geschäft. Die Händler wissen aber genau, daß man die Kommentare eines Anbieters zu Konkurrenzprodukten nicht genau nehmen kann und geben im Regelfall auch nicht viel drauf. Ein anderes populäres Beispiel sind Telefon- und Internetanschlüsse. Da behauptet die Telekom, daß das Netz der Konkurrenten häufiger ausfällt, diese dann keine Techniker haben, die Störungen beheben können bzw. nur mit unabhängigen Elektrofirmen zusammenarbeiten würden, die erst nach viel bürokratischem Aufwand sich dieser Sache annehmen würden. Auch Behauptungen, daß Online-Banking ausschließlich über T-Online möglich sei gab es schon. Dennoch motiviert dies keinen Fachhandel dazu,… Mehr »

Wenn man bedenkt, dass eben mehr zum laufenden Betriebssystem gehört, als der Linux-Kern, stimmt das im Zitat beschriebene nicht mehr so ganz:

„[…]dass in der Vergangenheit kritische Sicherheitslücken in Linux noch nie für eine längere Dauer ohne Patch waren — ganz im Gegensatz zu Windows, wo eine bekannte kritische Lücke schonmal zwei Jahre ungepatcht bleiben kann — gibt Microsoft ebensowenig eine Garantie für Patches. “

Man Denke an das OpenSSL Desaster bei Debian, dieser Fehler wurde ebenfalls ca. 2Jahre nicht bekannt.

Dass soetwas passiert, kommt vor. Bei MS wäre es wahrscheinlich nur nicht so publik geworden.

Junge, was bitte ist an „BEKANNTE kritische Lücke“ jetzt so schwer zu verstehen???

auf in eine neue Runde.

MS vs. Linux

WTF?

Seid wann is linux auf den Netbooks populär?
erst letztens gabs doch wo einen Artikel das Windows marktführer is auf den Netbooks und jetzt is auf einmal Linux vorne?

Also erstens war das eine Behauptung von MS, keine Tatsache (wurde übrigens von diversen Leuten widersprochen) und zweitens: Guck mal „überdurchschnittlich“ im Wörterbuch nach. Oder willst du ernsthaft leugnen, dass der Linux-Anteil auf Netbooks höher ist als bei normalen Notebooks oder Desktops?

Bis auf die Tatsache, dass ich mich nicht entscheiden kann welche der Lügen in der M$-Schulung eigentlich die dreisteste ist sehe ich die Sache ziemlich locker. Wenn ein Anbieter ein neues Produkt auf den Markt bringt und an keinem einzigen Punkt nachvollziehbar erklären kann warum es besser als seine Vorgänger sein sollte und folglich lieber auf die Mitbewerber einprügelt ist das meinethalben branchenüblich. Aber ansonsten eher arm und peinlich. Wenn besagter Anbieter nun auch noch versucht Verkäufer seines Produktes einer Gehirnwäsche zu unterziehen spricht das auch nicht gerade für Souveränität. Eine kleine Anekdote mag da hilfreich sein (so geschehen bei… Mehr »
Stimmt doch. Zitat http://linuxwiki.de/WebCam „http://sourceforge.net/projects/qce-ga/ Treiber für Logitech QuickCam Express, der allerdings mit den neueren Kameras nicht mehr funktioniert “ Man muß ja nun auch einmal sehen, welche Hardware gängig ist und das ist halt Logitech oder Microsoft (vermutlich ja eh baugleich) bei den WebCams. Ich kann mich auch erinnern, daß ich das Bild der TV-Karte gesendet habe und in der TV-Anwendung mich selber per WebCam gesehen habe, weil das irgendwie alles via v4l läuft und keine Software halbwegs mitdenkt. Mit vi && vbkdhfgid -dfmbnd && ydgdf -grunz konnte man dann zwar die beiden Geräte tauschen, aber mal im Ernst,… Mehr »

Das war aber auch mal ein richtiger „Pro Linux“ Propaganda post. Lest euch den scheiß den ihr da zusammen geschrieben habt mal gescheit durch und versetzt euch mal in die lage eines normallen Users, der keinen Bock hat 4 stunden in unfreundlichen Linux Communites zu suchen, nur um seinen Drucker zu installieren……….

Linux könnt ihr euch sonst wo hinstecken:
Community scheiße
Betriebssystem scheiße
Por: es kostet nichts, aber würde es das, würde es auch keiner kaufen -.-