Weniger Umsatz bei Novell

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Gestern gab Novell die vorläufigen Umsatzergebnisse für das dritte Finanzquartal 2006 bekannt (PDF), das für das Unternehmen am 31. Juli 2006 endete. Der Nettoumsatz fiel auf 241 Millionen US-Dollar, verglichen mit 252 Mio. im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz von Linux-Plattform-Produkten stieg zwar um 30 Prozent, nimmt sich mit 12 Mio. Dollar jedoch verhältnismäßig gering aus. Der Gewinn lag mit 11,65 Mio. Dollar jedoch deutlich höher als im Vergleichsquartal 2005 (2,14 Mio. USD). Einen Großteil des Gewinns macht allerdings der Verkauf des Beratungsunternehmens Celerant aus.

Der Umsatz mit den Serverprodukten Netware und dem Open Enterprise Server gingen um 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück, dafür stieg der Umsatz mit Identity Management-Lösungen um 46 Prozent. Laut Ron Hovsepian, seit Ende Juni 2006 Chef des Unternehmens, entspricht das den Zielen des Unternehmens, dessen Strategie nun auf Identity Management und Linux-Lösungen ausgerichtet sei. Große Hoffnungen knüpft der Manager an die Suse-Linux-Server: „Die Veröffentlichung des Suse Linux Enterprise Server 10 zu Beginn des Monats und die neue Marketing-Kampagne haben große Begeisterung bei Partnern und Kunden geweckt, und wir werden die Akzeptanz dieser neuen Plattform aggressiv vorantreiben.“

Die vorgelegten Zahlen sind eindeutig als vorläufig zu betrachten, da Novell eine freiwillige interne Prüfung seines Aktienoptionsprogramms angestoßen hat. Nach Abschluss dieser Prüfung könnten sich die Zahlen noch einmal deutlich ändern. Die Anleger zeigten sich von den Zahlen enttäuscht, der Kurs rutschte zeitweilig um über 4 Prozent von 6,80 auf 6,50 US-Dollar ab, erholte sich aber wieder und liegt nun bei etwa 6,60 US-Dollar.

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