Vorschau auf die kommende Ubuntu-Version „Yakkety Yak“

Lubuntu 16.10 Beta 1

Ubuntu 16.10 Beta 1 veröffentlicht

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Einige Ubuntu-Derivate haben eine erste Beta-Version der für Oktober erwarteten Version 16.10 freigegeben. Sie richtet sich zwar ausdrücklich an Tester, gibt aber bereits einen Ausblick auf die finale Fassung. Ein Derivat wartet sogar mit einer größeren Neuerung auf.

So können Anwender von Ubuntu GNOME auch erstmals auf Wayland umschalten. Die Unterstützung für den designierten X11-Nachfolger ist allerdings noch als experimentell gekennzeichnet. Zudem setzt der Start einen freien Grafikkartentreiber voraus. Stimmen die Voraussetzungen, lässt sich bequem im Login-Bildschirm auf Wayland umschalten.

Ubuntu GNOME verwendet als Desktop-Umgebung Gnome in Version 3.20. Einige ausgewählte Gnome-Anwendungen haben die Entwickler zudem schon auf die Version 3.22 Beta 1 aktualisiert. Als Office-Paket liegt LibreOffice 5.2 bei. Wer Ubuntu GNOME zum ersten Mal startet, wird erstmals vom Gnome Willkommen-Assistenten begrüßt. Von Bord gehen musste die Messaging-Anwendung Empathy, die sich jedoch nachinstallieren lässt.

Lubuntu verwendet weiterhin LXDE, da sich der designierte Nachfolger LXQt immer noch in der Entwicklung befindet. Die ISO-Images verlangen zudem eine DVD oder einen USB-Stick. Der Kernel trägt bislang noch die Versionsnummer 4.4, was sich bis zur finalen Version jedoch noch ändern dürfte.

Die Entwickler von Ubuntu Mate bezeichnen ihre Beta 1 mit einem Augenzwinkern als „uninteressantestes Beta-Release aller Zeiten“. Im Wesentlichen haben die Entwickler unter der Haube die Desktop-Umgebung Mate auf GTK 3.20 umgestellt.

Nutzer von Ubuntu Studio dürfen sich über neue Software freuen, darunter Calibre und Drumgizmo. Des Weiteren ersetzt „dispcalgui“ den „gnome-color-manager“ und anstelle von Recordmydesktop liegt jetzt Vokoscreen bei. Die Entwickler haben zudem die Standard-Anwendungen aktualisiert. Beispielsweise kommt Ardour in Version 5.0.0.

Links zu den Release-Notes und Download-Seiten liefert die offizielle Ankündigung von Canonical. Wie immer gibt es von Ubuntu selbst keine Beta-Version. Stattdessen veröffentlicht Canonical täglich einen Schnappschuss vom aktuellen Entwicklungsstand.

Tipp zum Schluss: Wer die Derivate unter VirtualBox ausprobieren möchte, sollte die EFI-Firmware aktivieren (unter „System | Hauptplatine | EFI aktivieren“). Andernfalls kommt es zu Darstellungsfehlern.

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