Trustworthy Cloud soll für Sicherheit sorgen

Vertrauenswürdig

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Eine Reihe Firmen und Forschungseinrichtungen haben sich zu dem EU-finanzierten Projekt „Trustworthy Cloud“ (Tcloud) zusammengeschlossen, das in den nächsten drei Jahren an der Sicherheit von Cloud-Infrastrukturen arbeiten will.

Das Projekt hat sich jetzt offiziell bekannt gemacht, nachdem im Oktober das Kickoff-Meeting stattfand. Projektziel ist nach eigenen Angaben der Prototyp einer Cloud für die Bereiche Energie und Gesundheitsversorgung, die sicherer und belastbarer sein soll als heutige Lösungen. Es geht vornehmlich um Unternehmenswolken, also Private Clouds, die entweder zum Rechnen oder als Datenspeicher genutzt werden. Ein Ideenelement zur Umsetzung ist zum Beispiel die „Wolke der Wolken“: eine Art Cloud-Backup in der Cloud für in die Wolke ausgelagerte Daten und Anwendungen. Auch neue Security-Mechanismen hat man sich vorgenommen, die zum Beispiel für einen Cloud-Nutzer nach außen hin die Integrität der Cloud verifizieren sollen. Schließlich will das Projekt die Eigenheiten grenzübergreifender Clouds unter die Lupe nehmen (etwa rechtlich oder hinsichtllich Übersetzungen und Accessibility).

Dr. Christian Cachin (links) ist als IBMs Kryprographie-Experte bei Tcoud dabei. Dr. Matthias Schunter (rechts) ist ebenfalls von IBM und der technische Leiter des EU-Projekts. Foto: Michael Lowry, IBM Research Zurich
Dr. Christian Cachin (links) ist als IBMs Kryprographie-Experte bei Tcoud dabei. Dr. Matthias Schunter (rechts) ist ebenfalls von IBM und der technische Leiter des EU-Projekts. Foto: Michael Lowry, IBM Research Zurich

Koordinator von Tclouds ist die österreichische Forschungs- und Planungsgesellschaft mbH Technikon. Die technische Leitung liegt bei IBMs Forschungsabteilung in Zürich. Beteiligt am Projekt sind unter anderem IBM Research Zurich, Philips Electronics, das Unabhängige Landeszentrum fur Datenschutz Schleswig-Holstein, die Technische Universitat Darmstadt, die Oxford-Universität sowie die gemeinsame Forschungseinrichtung der Maastrichter Universität und der United Nations Universität (UNU-MERIT) in Maastricht. Das Projekt verfügt über ein Budget von rund 10,5 Millionen Euro, von dem 7,5 Millionen aus dem europäischen FP7-Framework kommen.

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