Referenzdesign für Linux-Netbooks mit ARM von Freescale

Standard-Netbookplattform mit ARM und Linux

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Wann kommen endlich die stromsparenden und günstigen ARM-Netbooks? Freescale wagt einen Vorstoß zur Standardisierung, jedoch nur mit dem hauseigenen iMX515-Chip.

Auf dem hauseigenen FTF (Freescale Technology Forum) in Orlando will Freescale Ende Juni ein eigenes Referenzdesign für ARM-basierte Netbooks vorstellen, als Betriebssystem soll Linux zum Einsatz kommen. Der Veranstaltungskalender bietet einige Vorträge zum Thema Netbook-Design, beispielsweise wie man sie kostengünstig oder besonders dünn und leicht herstellt. Freescale entwickelt bekanntlich gerade zusammen mit Pegatron an einem Netbook auf Basis ihres ARM Cortex A8-basierten SoC i.MX515. Der i.MX515 bietet neben dem ARM-Kern auch zahlreiche nützliche Features wie OpenGL ES 2.0, einen Neon SIMD-Medienbeschleuniger und Fließkomma-Vektor-Koprozessor, zwei digitale Displayanschlüsse, 720p HD-Videoausgang und ein DDR2-Speicherinterface.

Doch Freescale ist nicht alleine: Auch Qualcomm würde ihren Dualcore-Snapdragon-ARM, ebenfalls ein sehr vielseitiges SoC, gerne als Referenzchip für ARM-Netbooks sehen. Marvell, der Käufer von Intels Xscale-ARM-Sparte, trommelt diesbezüglich für ihren Kirkwood-SoC (der auch im SheevaPlug zum Einsatz kommt), nVidia für ihren Tegra.

Auf die Frage, wann denn nun die supergünstigen und super-stromsparenden ARM-basierten Linux-Netbooks erhältlich sein werden herrscht allerdings noch Unklarheit. Auf Nachfrage konnte uns noch keine Firma einen konkreten Termin nennen, aber Freescale hat immerhin schon Prototypen des Pegatron-Netbooks auf der CES im Januar präsentiert. Eine Verfügbarkeit gegen Ende des Jahres ist wahrscheinlich, die Softwareunterstützung ist hingegen schon lange fertig. So bietet nicht nur Ubuntu eine ARM-Version sondern auch Xandros und MontaVista.

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