OpenSuse verkürzt Maintenance-Zyklus auf 18 Monate

2 + 2

2

Anstatt 24 Monaten und drei Versionen will Novell in Zukunft nur noch zwei Versionen von OpenSuse mit Updates ausstatten.

In einer kurzen Mail teilte Michael Löffler die Umstellung des Maintenance-Zyklus von 24 auf 18 Monate mit. Die Mail auf der OpenSuse-Announce-Liste folgte, nachdem Marcus Meissner am Vortag bekannt gegeben hatte, dass die Maintenance-Zeit von OpenSuse 10.3 im Oktober ende. Laut dem neuen Modell wird das OpenSuse-Projekt jeweils zwei Monate nach dem Erscheinen der Nach-Nachfolgerversion den Support für die alte Variante einstellen (2 + 2), bei dem geplanten Releasezyklus von 8 Monaten pro Version bedeutet das somit 18 Monate.

Mit dem Schritt nähert sich das OpenSuse-Projekt dem Maintenance-Zyklus von Fedora an: Red Hat beendet den Support seiner Community-Distribution jeweils einen Monat nach dem Erscheinen der übernächsten Fedora-Version (2+1).

Erste Reaktionen auf die Änderung gab es auch bereits: So regt Boyd Lynn Gerber zum Beispiel an, eine auf dem jeweiligen Enterprise-Produkt basierende OpenSuse-Version zu bauen, um auch ohne kostenpflichtigen Maintenance-Vertrag mit Novell eine über fünf Jahre unterstützte OpenSuse-Version zu haben, wie dies zum Beispiel CentOS für die Red-Hat-Enterprise-Version anbietet.

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2 Kommentare auf "OpenSuse verkürzt Maintenance-Zyklus auf 18 Monate"

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Da in dem Falle auch die Version von den Downloadservern auch verschwindet, ist das eindeutig zu früh! Auf der einen Seite zwar verständlich, den Aufwand minimieren zu wollen, aber die finale Version einer Distribution muss auf jeden Fall länger auf den Servern liegen. Der Nutzer will schließlich nicht alle 18 Monate sein Linux neu aufsetzen wollen, wenn er mal etwas hinzuinstallieren (hier mit yast) will. In dem Punkte bieten die Konkurenzbetriebsysteme (z.B. eines aus Redmond, Washington) eindeutig länger die Möglichkeit bis zum letzten Updates der Betriebssystemversion alles auf den Rechner zu ziehen, auch wenn der Support (keine Patches mehr erstellt… Mehr »

Du brauchst bei openSUSE eigentlich Dein System nicht neu Aufsetzen, sondern Du kannst bequem ein Update machen. Ab openSUSE 11.1 geht das mit „zypper dist-upgrade“ oder kurz „zypper dup“ nach dem umstellen der Paketquellen, auch ohne CD/DVD rein online wie bei Debian (geht mit einem kleinen Trick sogar schon mit openSUSE 11.0 – indem man zuerst den zypper nach dem umstellen der Quellen auf die neue Version updatet).

Ciao
Ulf