OpenSuse-Nutzer fordern KDE als Standarddesktop

Wir wollen KDE!

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Bis zur Übernahme der Suse Linux AG durch Novell war KDE unumstritten der Standard-Desktop der nürnberger Distribution. Jetzt fordern OpenSuse-Nutzer vermehrt, zu diesem Zustand zurückzukehren.

Über das OpenSuse-Feature-Tracking-System (openFATE) können Mitglieder der OpenSuse-Community und alle OpenSuse-Nutzer Ihre Wünsche bezüglich der kommenden OpenSuse-Version angeben. Das am meisten gewünschte Feature ist zurzeit, KDE wieder als Standarddesktop einzusetzen. Den entsprechenden Feature Request reichte das neu gewählte KDE-Vorstandsmitglied Frank Karlitscheck ein.

Die Gründe für KDE als Standarddesktop liegen auf der Hand: Laut einer Umfrage des OpenSuse-Projekts arbeiten rund zwei Drittel aller OpenSuse-Nutzer mit KDE als Desktop. Zudem sind die OpenSuse-Entwickler traditionell stark mit KDE verknüpft und Suse hatte immer den Ruf, die beste KDE-Distribution zu sein. Als Novell begann, Gnome für die Enterprise-Produkte als Standard vorzuschlagen, war das negative Echo in der Community groß und so blieb es bis heute bei einem schlechten Kompromiss, der Gnome zwar an erster Stelle auflistet, aber keinen Desktop vorauswählt.

Da dieser Kompromiss gerade für Neueinsteiger aber ein unnötiges Hindernis darstelle und zudem andere Distributionen während der Installation auf eine ähnliche Auswahl verzichten würden, solle auch OpenSuse wieder zu KDE als Standard zurückkehren und Gnome als Option beibehalten, fordert Karlitscheck.

In die Diskussion um den Standarddesktop, der sich zu einem heiklen Streit zwischen Novell (Gnome-Verfechter) und der Community (KDE-Fans) ausbreiten könnte, hat sich nun auch der KDE-Entwickler Sebastian Kügler eingemischt. In seinem Blog fordert er Novell auf, Stellung zu beziehen und die unberechtigte Bevorteiligung von Gnome (die Erklärung dazu stammt vom KDE-Entwickler Lubos Lunak) zu beenden. Er schließt seinen Blog-Eintag mit den Sätzen:

„Die Zahlen sind eindeutig, KDE ist der bevorzugte Desktop der openSUSE-Community. Es gibt nun eine formelle Anfrage, diesem Umstand in der installation Rechnung zu tragen. Novell und alle, die im openSUSE-Team über Entscheidungsmacht verfügen haben nun die Gelegenheit zu beweisen, dass features.opensuse.org nicht nur ein Schein-Service ist, sondern die Community die Richtung von openSUSE vorgibt.“

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12 Kommentare auf "OpenSuse-Nutzer fordern KDE als Standarddesktop"

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Wahnsinn wir decken hier zum ersten mal _UNFREIHEITEN_ imn freien Betriebssystem auf und zeigen das Big Business Sponsoren das letzte sind was wir brauchen. Und ich muss sagen ich weiss wieder warum ich zu _sidux_ gewechselt bin Cheerieho SUSE!

Weil du eine Debian Installation nicht zu Stande bekommst?

warum so umständlich?
sidux ist in 2-10 minuten fertig installiert.
schaffst du in der zeit ein debian unstable aufzusetzen?

SuSE war bei mir schon unten durch als es noch SuSE war 😉

……. so soll es sein, den oberen 10.000 mal Parole bieten.

Seit ich mit SuSe zu tun habe, nutze ich immer schon KDE , somit ein voller Fan davon .

Weiter so !!!!!!!!!!

Immer diese sehr hilfreichen Kommentare.

OpenSuse, Ubuntu, Fedora, Sidux, Blablabla – Manche mögens, andere nicht. Na und?

Ich verstehe das Problem nicht. Was ist so schwer daran, den User während der Installation das Häkchen bei GNOME oder KDE selbst setzen zu lassen? Was ist schlimm daran, daß GNOME weiter oben in der Liste steht?

Bislang, und obwohl GNOME angeblich bevorzugt wurde, entschieden sich die meisten User für KDE. Sie sind also fähig, diese Entscheidung zu treffen und benötigen keine Vorauswahl seitens des Distributors.

IMHO ist es vollkommen ok, den Desktop selbst auswählen zu können, also weder KDE noch GMOME per default aufs Auge gedrückt zu bekommen.

Stimme voll zu.Suse liefert bei der Installation echte Freiheit und das
sollte so bleiben.Weil bestimmte Anwendungen in Gnome besser
laufen,hab ich beide Arbeitsumgebungen installiert.

ich habe schon vor Jahren festgestellt, dass Suse ganz nett ist, aber sobald das KDE dazu kommt, braucht man eine echt schnelle Kiste (oder man wartet 1sec pro Klick).

Hinzu kommen die Hintergrundprozesse zu KDE, die alle Std mal nicht funktionieren und ein KDE Prg garnicht hochkommt. Da hilft nur ein Restart des Systems und dann gleich als Erstes das bockige Prg anzufahren, solange der Hintergrundprozess noch da ist.

Also, es geht eher darum KDE endlich abzu … zu vernachlaessigen und einen schnelleren und leichteren WindowManager zu benutzen.

***might be I was a nerd***

Deine negativen Erfahrungen mögen ja mal so gewesen sein. Ich denke aber nicht, dass dies mit der letzten KDE der 3.5-er Serie passiert ist. Auch ist die 4er mittlerweile sehr stabil und die wenigsten Anwender haben noch Probleme. Und auch diese werden bald weitgehend ausgemerzt sein.

Außerdem empfehle ich Dir den Wikipediaartikel zu KDE. Dabei handelt es sich nämlich nicht um einen Windowmanager. Man kann auch einen „leichteren“ unter KDE wählen, wenn einem der mitgebrachte Kwin nicht so zusagt.

Schon mal Mandriva (2009.1) mit KDE getestet. Ich habe mal ein paar Wochen mich mit openSUSE probiert und halte heute Mandriva mit KDE besser. Z. B. startet OOo schneller (als unter Ubuntu 9) Auch das Kontrollzentrum gefällt mir besser.

Gelegenheitsleser

ich war eigentlich ganz froh, dass novell so auf gnome steht – dadurch ist bis heute noch kein mono in kde eingezogen (na..wer hat die ganzen mono-dependencies in gnome eingebaut? :D)