Nach über zwei Jahren liegt eine neue Version der Bash vor

Bash 4.4. veröffentlicht

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Fast alle großen Distributionen setzen als Shell die beliebte Bash ein. Jetzt haben die Entwickler die neue Version 4.4 freigegeben, die unzählige kleinere Änderungen mitbringt.

So verstehen jetzt alle eingebauten Kommandos den Parameter „–help“, über den sie jeweils eine kleine Hilfe ausgeben. Das eingebaute „ulimit“-Kommando kennt die beiden neuen Parameter „-k“ (kqueues) und „-P“ (pseudoterminals). Des Weiteren erlaubt die Bash den Ausdruck „time ; andereskommando“ um Null-Kommandos zu auszustoppen. Die Anweisung:

printf -v var ""

setzt die Variable „var“ auf den leeren String. Es gibt zudem eine neu Operator-Familie

${parameter@spec}

um den Wert von „parameter“ zu transformieren. „set -i“ ist ab sofort nicht mehr erlaubt. Die Bash 4.4 exportiert nur noch Funktionen, deren Namen nicht die Zeichen „/“ und „=“ enthalten.

Obendrauf gibt es noch neue Umgebungsvariablen. Dazu zählt unter anderem „EXECIGNORE“: Diese Variable nimmt eine mit Semikolons getrennte Liste von Mustern auf. Sofern die Bash nach Kommandos sucht, ignoriert sie alle Dateinamen, die diesen Mustern entsprechen.

Das eingebaute „kill“-Kommando kennt ab sofort den Parameter „-L“. Dieser führt zum gleichen Ergebnis wie „-l“. Die Entwickler haben ihn eingeführt, um mit dem Linux-Standard-Kill-Befehl kompatibel zu werden.

Neben den genannten Neuerungen gibt es zahlreiche weitere kleinere, die das Changelog auflistet.

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