Linux-Mint-Entwickler geben Hinweise zu Meltdown und Spectre

Linux Mint Updates für Prozessor-Bugs

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In einem Blog-Beitrag geben die Linux-Mint-Entwickler wichtige Sicherheitshinweise, mit denen Anwender erste Maßnahmen gegen die Meltdown und Spectre genannten Sicherheitslücken treffen können.

Meltdown und Spectre bezeichnen Sicherheitslücken in modernen Prozessoren. Betroffen sind zahlreiche (populäre) Modelle von mehreren Herstellern. (Detaillierte Informationen zu den Bugs liefern die entsprechenden Nachrichten unserer Schwesterseite Linux Magazin Online.)

Die Linux-Mint-Entwickler haben in einem Blog-Beitrag jetzt mehrere wichtige Hinweise für Anwender zusammengefasst:

Browser

Firefox-Anwender sollten ihren Browser mit dem Update Manager auf die Version 57.0.4 aktualisieren. Nutzer von Chrome rufen die Internetadresse „chrome://flags“ auf, suchen den Punkt „Strict site isolation“, aktivieren ihn, und starten dann Chrome neu. Wer Opera einsetzt, ruft die Adresse „opera://flags/?search=enable-site-per-process“ auf, aktiviert den Punkt und startet Opera neu.

Nvidia-Grafikkarte

Besitzer einer Nvidia-Grafikkarte, die den proprietären Treiber nutzen, sollten diesen über den Update Manager auf Version 384.111 aktualisieren.

Kernel

Die Linux-Mint-Entwickler wollen in Kürze für Linux Mint 17.x und Linux Mint 18.x neue Kernel bereitstellen. Die Verfügbarkeit hängt hier von den Ubuntu-Entwicklern ab.

Für Nutzer der Linux Mint Debian Edition (LMDE) steht bereits ein neuer Kernel bereit, der sich über den Update Manager einspielen lässt. Der aktualisierte Linux-Kernel trägt die Versionsnummer 3.16.51-3+deb8u1.

Weitere Empfehlungen

Des Weiteren empfehlen die Linux-Mint-Macher regelmäßige Backups und möglichst tägliche Schnappschüsse des Systems (etwa via Timeshift). Anwender sollten zudem alle Sicherheitsaktualisierungen immer umgehend auf allen verfügbaren Geräten einspielen. Alle wichtigen Informationen, die man online gespeichert hat, sollte man überprüfen. Abstand nehmen sollte man von fremden Anwendungen – insbesondere den proprietären – sowie keine Websites aufrufen, denen man nicht vertraut. Schließlich sollte man den Zugang zu wichtigen Daten (und im Speziellen den eigenen E-Mail-Account) mit Zweifaktorauthentifizierung sichern.

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