Linux als plattformübergreifendes Entwicklungssystem

Computeralgebrasystem Maxima 5.40.0 erschienen

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„Maxima“, der freie Nachfolger des legendären Computeralgebrasystems „Macsyma“, das schon in den 1960ern entwickelt wurde, ist in Version 5.40.0 erschienen.

Die neue Version von Maxima – einem überwiegend in der Programmiersprache Lisp geschriebenem Computeralgebrasystem – wurde Ende Mai veröffentlicht. Die aktualisierte Version bietet diverse Bugfixes sowie einige neue Funktionen und Optimierungen.

Crosscompilieren statt auf Windows zu entwickeln.

Die Installationspakete für Windows wurden (erstmals sowohl für 32 als auch 64 Bit) unter Linux crosscompiliert. Was für Programmiersprachen wie C, C++, Fortran oder Go relativ problemlos geht, ist für in Lisp programmierte Programme eine Herausforderung, weil keine plattformübergreifenden Crosscompiler für Lisp existieren. Das Maxima-Team greift daher zu einem Trick:

Die Windows-Binaries zweier Lisp Compiler (CLISP und SBCL) werden unter Linux mit dem Emulator „Wine“ ausgeführt, um ein auf Windows lauffähiges Maxima zu compilieren. Diverse andere Software (z.B. Tcl/Tk, wxWidgets, wxMaxima) wird ’normal‘ crosscompiliert. Einige weitere freie Softwarepakete werden in der Windows-Version noch dazugepackt, um einen „All-inclusive“-Installer für Windows zu produzieren, der keine weiteren Abhängigkeiten hat.

Nightly Builds und Tests

Das funktioniert – mittels des Buildsystems CMake, das auch beispielsweise KDE verwendet – inzwischen so gut, dass auch ein ‚Nightly Build‚ des Windows-Installers vollautomatisch produziert werden kann.

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