Kommentar: Wie der Internet Explorer 10 Linux-Nutzern helfen könnte

Mehr HTML 5, weniger Flash und Co.

0

Microsofts Vorstellung von Windows 8 bringt auch für Linux-Anwender interessante Entwicklungen. Die neuen Ideen für den Internet Explorer 10 dürften HTML 5 stärken und Flash- und Silverlight-Inhalte schwächen.

So soll der Internet Explorer 10 in zwei Geschmacksrichtungen erscheinen. Die meisten Anwender bekommen ihn wohl in der so genannten Metro-Style-Ansicht zu sehen. Das besondere an dieser Variante des Browsers: Sie unterstützt keine Plug-ins, was programmiertechnische Hintergründe hat. Läuft der Internet Explorer im Metro-Style, fehlen Erweiterungen für PDFs, Flash, Silverlight und Co.

Stattdessen soll der neue Standard HTML 5 für die multimediale Unterstützung sorgen. Für Linux- und Ubuntu-Nutzer ist das, wenn der Metro-Style-Browser sich durchsetzt, eine gute Nachricht. Seit Jahren stehen die Distributionen mit Adobes Flash und dem PDF-Reader auf Kriegsfuß. Diese Plug-ins bringen nicht nur Bugs mit sondern auch zahlreiche ernsthafte Sicherheitslücken und gefährden zudem die Privatsphäre.

Nach Apple, das Flash auf dem iPad und iPhone bereits länger nicht mehr unterstützt, versetzt Microsofts Entscheidung dem angezählten, proprietären Format einen weiteren Schlag. Denn nun werden zahlreiche Webseiten ihre Inhalte wohl oder übel auf HTML 5 umstellen — schließlich will man nicht Gefahr laufen, eine große Zahl an Besuchern zu verlieren. Ohnehin bieten bereits viele Seiten ihre Videos und Audiostreams in zwei Formaten an.

Ob die Windows-Nutzer die Innovation allerdings akzeptieren oder ob sie lieber zu alternativen Browsern wie Firefox, Chrome oder zur klassischen Desktop-Variante des Internet Explorer greifen, muss man wohl abwarten. Das lässt sich endgültig erst 2012, nach dem offiziellen Release von Windows 8, sagen.

Hinterlasse einen Kommentar

  E-Mail Benachrichtigung  
Benachrichtige mich zu: