KDEPrint Web-Site jetzt online

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Die begeisterte Reaktion auf das neue KDEPrint Framework im letzten Release war den Entwicklern kein Ruhekissen — sie haben jetzt sogar eine eigene Website ins Leben gerufen, die über die laufenden Weiterentwicklungen informiert.

Wer glaubte, am jetzigen KDE-Print-Interface gäbe es nicht mehr viel zu verbessern, kann sich bei http://kdeprint.sourceforge.net/ vom Gegenteil überzeugen: die Arbeit an der Version für KDE 3.0 läuft auf Hochtouren.

Michael Goffioul, der hauptsächliche Entwickler, veröffentlicht dort einen Link auf sein stets aktuelles „Changelog“, sodass neugierige Anwender nicht erst eine KDE-3-Alpha-Version zu installieren brauchen, um einen Eindruck dessen zu kriegen, was „in der Röhre“ ist.

Und das ist eine Menge, was auch eine Reihe schöner Screenshots zeigt:

  • verbessertes GUI im „kprinter“-Dialog, beim „Add-Printer-Wizard“ und im „printmanager“-Modul des KDE-Kontrol-Zentrums;
  • der „kprinter“-Dialog unterstützt jetzt nach dem Start von der Kommandozeile das nachträgliche Browsen zu einer (oder mehreren gleichzeitig) zu druckenden Datei(en);
  • der „kprinter“-Dialog enthält jetzt wieder alle vom Vorgänger „qtcups“ her bekannten Registerkarten, die für das Druck-Subsystem CUPS eine Kontrolle der Druckränder (bei Textfiles), diverser Einstellungen wie Brightness, Saturation, Hue, Gamma, Skalierung und Positionierung (bei Grafik-/Imagefiles) und Stiftbreite (bei HP/GL-files) ermöglichen;
  • man kann jetzt einen CUPS-Daemon sogar remote administrieren und konfigurieren (sofern die Rechte entsprechend gesetzt sind) und dafür eine KDEPrint-GUI benutzen;
  • Unterstützung für CUPS-Quotas und CUPS-Userbeschränkungen für einzelne Drucker ist jetzt auch mit dem KDE-Add-Printer-Wizard möglich;
  • im Druck-Dialog ist jetzt eine „Schedule“-Funktion verfügbar, die den Druckstart zu einem späteren Zeitpunkt (über das IPP-Attribut „job-hold-until“) ermöglicht;
  • das seit CUPS-1.1.11 verfügbare CUPS-Kommando „cupsaddsmb“ (Freigabe von CUPS-Druckern für Windows-Clients über Samba 2.2.2 mitsamt Downloadmöglichkeit für den zugehörigen Treiber) hat jetzt eine KDEPrint-GUI-Entsprechung;
  • es besteht die Möglichkeit, einen kompletten IPP-Report für einen ausgewählten Drucker oder Job anzeigen zu lassen;
  • der Konqueror gewährt den Zugriff zu KDEPrint jetzt über einen kio_slave-Mechanismus, der alle Druck-Admin-Funktionen über (Pseudo-)URLs wie „print:/printers/druckername“ oder „print:/manager“ zur Verfügung stellt;

Für Leute, die mit KDEPrint in seiner jetzigen Version (KDE 2.2.1) noch nicht so vertraut sind:

  • KDEPrint ist eine GUI-basierte Vermittlungs-Schicht zwischen allen Applikationen, die drucken wollen und dem(/den) auf dem Rechner installierten Druck-Subsystem(/en);
  • KDEPrint kann nur solche Funktionen des Druck-Subsystems per GUI zur Verfügung stellen, die dieses auch besitzt — somit ist natürlich CUPS mit seinem Feature-Reichtum „über-repräsentiert“, verglichen mit den anderen unterstützten Druck- und Spoolsystemen „BSD-LPR/LPD“, „RLPR“ oder „Generisches UNIX-Drucksystem“;
  • KDEPrint kann über Plugins beliebige Drucksysteme unterstützen — derzeit fehlen allerdings noch Plugins für beispielsweise LPRng, PPR, PDQ oder PLP;

Pläne für die nächste Zukunft umfassen:

  • es wird demnächst eine KDEPrint-Mailingliste online gehen;
  • es wird eine Abteilung „Tipps + Tricks rund um KDEPrint“ ins Leben gerufen;
  • es wird eine Sektion „Dokumentation“ die aktuellesten (auch Entwickler-)Versionen des „KDEPrint Handbooks“ bereithalten (als HTML und PDF).

Die Web-Site ist noch lückenhaft, aber erste Screenshots und einige andere Infos lohnen den Besuch bereits. Alle Nutzer und Entwickler, die an einer weiteren Verbesserung der KDE-Druckfunktionen interessiert sind, können beitragen:

  • Bugreports,
  • Erfahrungsberichte,
  • Tipps + Tricks,
  • Dokumentationen + Übersetzungen,
  • Anregungen,
  • Feature Requests usw.

Solche werden von dem Entwickler-Team gerne entgegengenommen. Insbesondere wird auch noch nach Unterstützung bei der Programmierung eines LPRng-Plugins gesucht.

von Kurt Pfeifle, kpfeifle.at.danka.de

(Die ersten drei der unten stehenden URLs sind gleichwertig)

[1] http://kdeprint.sourceforge.net/
[2] http://kdeprint.sf.net/
[3] http://printing.kde.org/
[4] http://webcvs.kde.org/cgi-bin/cvsweb.cgi/~checkout~/kdelibs/kdeprint/ChangeLog?content-type=text/plain

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17 Kommentare auf "KDEPrint Web-Site jetzt online"

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Die Screenshots sind nicht unter:
http://kdeprint.sourceforge.net/screenshots/
sondern unter:
http://printing.kde.org/screenshots/
zu finden

Nen Fineprintclone wär ja nicht schlecht, das allerschönste unter Windows NT

Was macht der (bzw. Fineprint)?

Du kannst den Druckjob auf weniger Seiten komprimieren (2, 4, 8 Dokumentseiten pro Druckseite), softwareunterstützt zweiseitig drucken, die Jobs nachträglich verändern (Seiten rausschmeißen), Formulare/Briefpapier mit Default-Inhalten definieren u. ä.

Man kann für KDEPrint filter definieren, die zB extren Programme oder Scripten benutzen, um den Output der Applikation zu verändern.

Für das „mehrere Seiten auf eine zusammenfassen“ Problem gibts einen Filter, der psnups (oder so ähnlich) verwendet.

Kevin

Die Sache wäre perfekt wenn man diese ganzen Filter unter einem Frontend zusammenfassen könnte, das dann Fineprint-Funktionalität++ bietet… Vielleicht ist es sowas das Horst vorschwebt.

Das tut ja das KDEPrint 🙂

Du kannst sogar Pseudo Printer, sogenannte Instanzen, erstellen, die eine bestimmte Filterkette und einen Zieldrucker zusammen fassen.

kevin

…siehe unten! Da stehts ganz genau wie’s geht…

> Du kannst den Druckjob auf weniger Seiten komprimieren (2, 4, 8 Dokumentseiten pro Druckseite), Das kann CUPS seit Anfang an (bis 4 Seiten pro Blatt); CUPS-Kommandozeile(n): lpr -P druckername -o number-up=8 /pfad/zu/Deiner/Druckdatei lp -d druckername -o number-up=8 /pfad/zu/Deiner/Druckdatei Folglich kann KDEPrint das auch. Klicke einfach im „kprinter“-Dialog auf „Eigenschaften“, wähle die Karteikarte „Allgemein“ und klicke unten rechts auf den entsprechenden Radiobutton bei „Seiten pro Blatt“… > softwareunterstützt zweiseitig drucken, häh? was ist „softwareunterstützt“ zweiseitig drucken?! Eventuell meinst Du folgendes: es ist kein duplexfähiger Drucker vorhanden, also druckt man im ersten Durchgang nur die Seiten 2, 4, 6, 8…, sortiert… Mehr »

Hallo kurt

ich finds wirklich klasse wie Du Dir immer so viel Mühe gibs um uns das alles imer zu erlärn. Mir bringen deine ausfürlichen Erleutrungen immer sehr viel

mach weiter so

tuxy!

> Sonst noch Wünsche? (Bald ist Weihnachten… 😉

Ich hätte gerne eine Möglichkeit, von KDEPrint aus für CUPS die Job-Prioritäten festzulegen und zu ändern. Ausserdem sollten nicht immer alle Jobs für alle Drucker in einem Fenster dargestellt werden. Ich hätte gerne ein separates Fenster für jede Warteschlange.

Danke fürs zuhören.

Michael Goffioul brütet gerade an genau diesen Punkten, denn sie wurden bereits mehrfach gewünscht. Denn die Job-Prioritäten auf der Kommandozeile alleine (also mit dem Befehl lp -i -q 51 (vom Defaultwert „-q 50“ — erlaubt sind Werte zwischen 1 und 100) hochzudrehen, genügt vielen KDE-Anwendern nicht. Es muss schon „was grafisches“ sein.

Ausserdem lässt sich die Priorität auch nur innerhalb derselben Warteschlange sinnvoll regeln. Allein darum schon ist es nötig, jeder Queue ein eigenes Fenster zu geben…

Schon wider so ein guter tip von Dir! danke. (das mit dem -q 51 Komando meine ich)
Wusste ich noch nicht davon.

Hehehe, schaut mal hier, Ihr Pfeifen, der war ja gestern schon fertig damit, der gute Gofful: 23/11/2001 Michael Goffioul * job management: the job management has been re-engineered to follow the paradigm „1 window == 1 queue“. There’s still the possibility to view jobs for all printers within a single window. This should enhance the usability of job management tools (I hope). Hmmm — was könnte man sich denn noch wünschen, wos doch gerade so schnell geht? [1] http://webcvs.kde.org/cgi-bin/cvsweb.cgi/~checkout~/kdelibs/kdeprint/ChangeLog?content-type=text/plain

> der war ja gestern schon fertig damit, der gute Gofful:

Jep, der Mann ist einfach gut!

> Hehehe, schaut mal hier, Ihr Pfeifen, der war ja gestern schon fertig damit, der gute Gofful:

Er ist eben noch nicht ganz fertig. Das eigentliche
Job-Management fehlt noch. Aber die Voraussetzung,
nämlich jede Queue in einem eigenen Fenster
anzeigen zu können, ist schon da.

> Ich hätte gerne ein separates Fenster für jede Warteschlange.

—> ICH AUCH!