KDE 4 mit neuem Job-Konzept

1

Die KDE-Entwickler haben sich in Version 4 des Desktops ein völlig neues Konzept für im Hintergrund laufende Jobs ausgedacht. Vater des Gedanken ist das Problem, dass jedes Programm für Downloads, Brennvorgänge und andere Operationen einen eigenen Dialog besitzt. In KDE 4 sollen diese Informationen nach dem Willen der Entwickler an einem zentralen Punkt in der GUI zusammenlaufen: Egal ob Dateitransfer, Druck- oder Brennvorgang: Alle Jobs sollen an einem zentralen Ort gebündelt werden und von dort aus steuerbar sein.

Die Idee, alle laufenden Job-Verarbeitungen von einer zentralen Stelle aus zu steuern verfolgen viele Programme. So kommen die meisten modernen Browser wie Firefox, Opera oder Konqueror von Anfang an mit einem Download-Manager und auch Programme wie K3b haben individuelle Wege gefunden, ihren Arbeitsfortschritt in eigenen Fenstern zu signalisieren. Die Bündelung an einer zentralen Stelle innerhalb des KDE-Desktops ist damit der logische nächste Schritt.

Der neue Fortschrittsdialog soll alle Jobs in einer einzigen Ansicht bündeln.

Dabei hilft das kürzlich stabil gewordene D-BUS-Protokoll bei der Kommunikation mit den einzelnen Anwendungen. Nach einem auf kde-look.org veröffentlichten Vorschlag arbeitet nun Rafael Fernandez Lopez daran, diese Vision in die Realität umzusetzen: In der aktuellen Version, die vor kurzem in KDE einfloss, zeigen Programme ihre Jobs in einem zentralen Fenster an. Über Schaltflächen kann der Benutzer Einfluss auf die Jobs nehmen und sie so etwa unterbrechen oder stornieren.

Programme wie Konqueror, die bislang bei allen Transfers einen externen Dialog öffnen, definieren außerdem künftig selber, wie sie zusätzlich den Verlauf einer Operation visualisieren möchten. Im Vorschlag integriert der Dateimanager den Kopierstatus einfach in den Dateieigenschaften.

Hinterlasse einen Kommentar

1 Kommentar auf "KDE 4 mit neuem Job-Konzept"

  E-Mail Benachrichtigung  
Neuste Älteste Beste Bewertung
Benachrichtige mich zu:

Hi Daniel,

sehr interessantes Konzept was sich die KDE Entwickler dort haben einfallen lassen. Kommt so etwa an (Super-)Karamba oder vergleichbare Tools heran, welche bestimmte Informationen auf dem Desktop ablegen. Diese Statusliste könnte ja um Systemresourcen (CPU-Last, RAM-bedarf, Netzwerkauslastung, Festplattenplatz, Sensors Daten, …) ergänzt werden.

Ciao
Ulf

PS: Was haltet Ihr denn davon? Ideen? Evtl. könnte man die dann den KDE-Entwicklern zukommen lassen.