Hat Microsoft mit Hyper V die GPL verletzt?

Der Hyper-V-Hype

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Offenbar kam der Kernel-Code-Beitrag von Microsoft aufgrund einer GPL-Verletzung zustande.

Als Microsoft Anfang der Woche verkündete, seinen Hyper V Code zum Kernel hinzu zu fügen und unter die GPLv2 zu stellen, schrieb Microsofts Tom Hanrahan: „Ebenfalls wichtig ist, dass wir den Code unter der GPLv2 veröffentlichen, der bevorzugten Lizenz der Linux Community.“

Was hier wie ein Zugeständnis klingt, stellt sich nun als Notwendigkeit heraus: Microsoft hatte laut Mary-Jo Foley von Zdnet schlicht proprietären mit freiem Code verbandelt und so die GPL verletzt – und musste daher die Treiber unter die freie Lizenz stellen.

Offenkundig wurde das durch einen Blogeintrag des Kernel-Entwicklers Stephen Hemminger, der für Vyatta arbeitet. Ein Teilnehmer im Forum hatte die GPL-Verletzung bemerkt und Hemminger entschied, die Geschichte nicht an die große Glocke zu hängen. Er wandte sich an den Kernelentwickler Greg Kroah-Hartman, der für Novell arbeitet, das ja für seine guten Beziehungen zu Microsoft bekannt sei, wie Hemminger schreibt.

Kroah-Hartman bestätigte die Geschichte gegenüber Mary-Jo Foley und fügte hinzu, er habe Microsoft nicht zu dem Schritt überreden müssen. Es hätte genügt, auf die Offensichtlichkeit der Situation zu verweisen. Bei der Veröffentlichung des fertigen Codes fiel dann jedoch kein Wort mehr über den Hintergrund des Code-Beitrags. Erst Stephen Hemminger brachte das Thema in seinem Blogeintrag auf den Tisch.

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