Google Earth jetzt auch nativ für Linux

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Mit der gestern freigegebenen Google Earth Beta (Version 4) [1] gibt es jetzt auch eine nativen Variante für Linux, der bisherige Umweg über Wine entfällt. Zudem ist der digitale Weltatlas jetzt neben Englisch auch in Deutsch, Französisch, Italienisch und Spanisch verfügbar. Allerdings handelt es sich nicht um freie Software, Google Earth Beta (Version 4) unterliegt einer proprietären Lizenz.

Zu den Neuerungen [2] des aktuellen Release zählen eine überarbeitete Benutzeroberfläche, die durch besser angeordnete Bedienelemente mehr Platz für die eigentliche Darstellung lässt. Das Datenformat KML wurde so überarbeitet, dass auch beim Import nur noch die tatsächlich benötigten Bildteile geladen werden. Daneben unterstützt Google Earth jetzt 3D-Gebäude mit Texturen, was eine fast fotorealistische Darstellung ermöglicht. Allerdings sind bislang noch kaum entsprechende Texturen verfügbar.

Bei Google steht ein knapp 17 MByte großer Binär-Installer zum Download [3] parat. Er entpackt Google Earth Beta (Version 4) über ein grafisches Frontend in ein beliebiges Verzeichnis. Das Programm kooperiert mit allen gängigen Distributionen und setzt als Minimalausstattung einen mit 500 MHz getakteten Pentium 3, 128 MByte RAM, 400 MByte freie Festplattenkapazität für Caching-Zwecke sowie eine 3D-fähige Grafikkarte mit 16 MByte Speicher voraus – so Google. Für den Download der Daten sollte eine Netzanbindung mit wenigstens 128 kbit/s zur Verfügung stehen.

Wie erste Tests in der Redaktion von LinuxUser [4] ergaben, muss man für wirklich zügige Ausflüge rund um den Globus diese Angaben jedoch ruhig verdoppeln, bei der Grafikkarte sogar vervierfachen. Dann lässt sich Google Earth Beta (Version 4) jedoch mit Spaß und Nutzen einsetzen. Trotz des Beta-Status lief der digitale Weltatlas in der Linux-Erstlingsversion auf halbwegs aktuellen PCs und Notebooks absolut stabil und – 3D-Beschleunigung und eine breitbandige Internetanbindung vorausgesetzt – auch überraschend schnell.

[1] http://earth.google.com/
[2] http://earth.google.com/earth4.html
[3] http://earth.google.com/download-earth.html
[4] http://www.linux-user.de/

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8 Kommentare auf "Google Earth jetzt auch nativ für Linux"

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Und genau diese Lizenzbedingungen gefallen mir nicht. Hinter diesen Formulierungen _kann_ sich m. E. beliebige Datensammelei verbergen. Auch wenn Google im Moment nicht „böse“ ist, ist mit diesen Formulierungen nichts wirklich ausgeschlossen.

Daher habe ich die Installation nach dem Lesen der Lizenz auch erstmal wieder abgebrochen. Die Frage ist jetzt, wie stark muss man die Software isolieren, um sie vernünftig zu testen? Reicht die Installation im Heimatverzeichnis eines speziell dafür angelegten Users oder sollte man doch besser eine eigene virtuelle Umgebung aufbauen?

Hat da schon jemand erste Erfahrungen?

Günter

Ein Knoppix mit unionfs reicht doch … Ich war jetzt mal nicht sooo vorsichtig und habe das Teil einfach in /opt installiert. Ich bekomme einiges an Grafikfehlern, was aber am Notebook-Radeon liegen kann (kein offizieller ATI Treiber verfügbar für den Chipsatz). Ansonsten funkt GE nur Daten wenn es läuft, keine versteckten Daemons oder anderweitige Spyware und die Option „Nutzungsdaten an Google übermitteln“ ist in der Voreinstellung des Programms (noch) deaktiviert. Da ist man von anderen Programmen deutlich mehr an Data-Mining gewöhnt. Wer einmal versucht hat einen Real-Player unter Windows ruhig zu bekommen … Was anderes stört mich viel mehr, und… Mehr »

Bielefeld?? harrharr .. das wundert jetzt aber wirklich keinen dass dort alles verschwommen ist [1].
Und über goyellow [2] kann man sich die (deutsche) Gegend ankucken ohne irgendwas zu installieren.

[1] http://www.bielefeldverschwoerung.de/
[2] http://www.goyellow.de/map/

hmmm, könnte das in etwa das gleiche Kartenmaterial bzw. die gleichen Satellitenbilder sein, die man auch über maps.google.com sehen kann? Weil da sind die Gegenden, die mich interessieren auch im wesentlichen zu grob aufgelöst.

Günter

Die Beta-Version bring bei mir einen Fehlerdialog[1], dass der OpenGL Modus
nicht unterstützt wird und bietet mir zwei Buttons: „Exit“ und „Try
‚DirectX'“. Der Erste funktioniert, der Zweite nicht. 🙂

[1]comment image

Unter Linux gab es bislang – auch von Google selbst – kein Plugin zur Einbindung eines GPS Gerätes. Diesen Mangel habe ich mit einem bash Skript beseitigt. Installations-Vorausetzungen zur Einbindung: 1.) gpsd (V. 2.33) 2.) netcat Das Programm bietet auch einen „Flugzeug-Modus“, bei dem der aktuelle Kurs über Grund angezeigt wird. Die Flugzeug Icons können auf meiner Homepage runtergeladen werden, und sollten im Verzeichnis /usr/local/google-earth/res/ installiert werden. Viel Erfolg bei der Installation! ————————————————— #!/bin/bash # Version 3.2 aircraft=1 delay=3 ftpserver=““ location=“/usr/local/google-earth/gps“ storage=60 #gpsd /dev/rfcomm0 #sudo chmod 666 /dev/rfcomm0 #xterm -e „netcat 127.0.0.1 2947“ while getopts ha:d:f:l:s: options; do case $options… Mehr »
Dieses Update bringt einige neue Funktionen-insbesondere beim „Anfliegen“ der aktuellen Position. Siehe: geepeefree -h #!/bin/bash # geepeefree Version 3.3.1 aircraft=1 delay=3 ftpserver=““ gps=/dev/rfcomm0 location=“/usr/local/google-earth/gps“ range=300000 storage=60 tilt=0 view=0 while getopts ha:d:f:g:l:r:s:t: options; do case $options in h) echo „—————————————“ echo „usage: geepeefree.sh -a 0/1 -d sec -f ftpserver -g gps“ echo “ -l /path.. -r km -s sec -t tilt -h“ echo “ runtime commands: q(uit) r(ange) + – t(ilt) . ,“ echo “ OPTIONS:“ echo “ -a: aircraft mode (0/1) with course indication“ echo “ (default: 1)“ echo “ -d: time delay in sec to access gps data“ echo… Mehr »
#!/bin/bash version=3.4.0 aircraft=1 delay=5 ftpserver=““ gps=/dev/rfcomm0 location=“/usr/local/google-earth/gps“ range=320000 storage=60 tilt=0 view=0 while getopts ha:d:f:g:l:r:s:t: options; do case $options in h) echo „—————————————“ echo „version $version“ echo „usage: geepeefree.sh -a 0/1 -d sec -f ftpserver -g gps“ echo “ -l /path.. -r km -s sec -t tilt -h“ echo “ runtime commands: q(uit) r(ange) + – t(ilt) . , v(iew)“ echo „“ echo “ OPTIONS:“ echo “ -a: aircraft mode (0/1) with course indication“ echo “ (default: 1)“ echo “ -d: time delay in sec to access gps data“ echo “ (default: 5)“ echo “ -f: ftp upload according ~/.netrc file“… Mehr »