Generalüberholter Browser Firefox mit neuer Benutzeroberfläche und flotter Engine

Firefox 57.0 Quantum veröffentlicht

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Mozilla hat eine neue Version seines Browsers Firefox veröffentlicht. Dank seines neuen Unterbaus soll er jetzt doppelt so schnell arbeiten wie die vor einem halben Jahr verfügbare Firefox-Version. Darüber hinaus haben die Entwickler ihrem Browser eine neue Benutzeroberfläche spendiert.

Aufgrund der zahlreichen einschneidenden Neuerungen bezeichnet Mozilla die mit Firefox 57.0 startende Versionsreihe als Firefox Quantum.

Die für die Darstellung der Webseiten zuständige Browser-Engine nutzt ab sofort die verfügbare Hardware besser aus. Unter anderem verteilt sie die Last auf mehrere Prozessorkerne und nimmt weniger Hauptspeichern in Beschlag.

Benutzeroberfläche

Die neue Benutzeroberfläche Photon soll noch klarer und einfacher zu bedienen sein. Die Entwickler haben dabei ein besonderes Augenmerk auf die Touch-Bedienung und hochauflösende Bildschirme gelegt.

Zu den Neuerungen gehört auch eine vereinheitlichte Adresszeile. Sie übernimmt die bisherigen Aufgaben der separaten Suchleiste, die daher bei Neuinstallationen von Firefox standardmäßig nicht mehr zu sehen ist. Bei Bedarf lässt sich die Suchleiste jedoch wieder zurückholen. Bei einer Aktualisierung von Firefox auf die Version 57.0 bleibt die Suchleiste eingeblendet.

Wer einen neuen Tab öffnet, sieht jetzt die meistbesuchten Seiten, die zuletzt besuchten Webseiten und einige Empfehlungen beziehungsweise Artikel des Pocket-Dienstes. Überarbeitet haben die Entwickler auch die Einführung, die neuen Anwendern die Bedienung von Firefox erklärt.

In den Einstellungen besitzt Firefox 57.0 einen Bereich, in dem sich alle Zugriffsrechte verwalten lassen. Dort kann der Anwender unter anderem festlegen, welche Websites auf die Kamera, den Standort und das Mikrofon zugreifen dürfen.

Bedienung

Das Hauptmenü haben die Entwickler überarbeitet und übersichtlicher gestaltet. Im Gegenzug können es Anwender nicht mehr um weitere Punkte ergänzen. Das Lesezeichen-Symbol ersetzt ein neuer Bibliothek-Button. Über ihn erreicht man die Lesezeichen, alle Downloads, die Chronik und ähnliche Elemente.

Neben diesen größeren Änderungen gibt es auch noch ein paar kleinere. So arbeiten die Autoscroll-Funktion, das Scrollen über die Tastatur und das Ziehen einer Scrollbar jetzt asynchron. Dadurch ergibt sich ein weicheres Scrollen und somit ein zum Scrollen über das Mausrad identisches Verhalten.

Fügt ein Anwender einen Text über die mittlere Maustaste ein, steuert Firefox nicht mehr automatisch URLs an. Des Weiteren haben die Entwickler den „Share“-Button entfernt. Wer die Funktion benötigt, kann die Erweiterung „Share Backported“ verwenden.

Innere Werte

Firefox 57.0 unterstützt nur noch Erweiterungen, die die WebExtension-Schnittstelle nutzen. Ältere Erweiterungen laufen nicht mehr. Konkret betroffen sind Erweiterungen für die XPCOM- und XUL-Schnittstelle.

Der Content-Prozess läuft jetzt in einer strengeren Sandbox, die auch Zugriffe auf das Dateisystem blockiert. Web-Entwickler dürfen sich über ein neues Console-Panel freuen. Der Inspector zeigt zudem die Werte von CSS-Variablen an, wenn man mit der Maus über das entsprechende Element fährt.

Unter Umständen kommt es beim Zusammenspiel von Screenreadern und Firefox 57.0 zu Performance-Problemen. In solchen Fällen sollen Anwender noch Firefox ESR nutzen. Darüber hinaus kann der Browser auf Intel Broadwell-U-Prozessoren abstürzen, wenn diese einen veralteten Microcode nutzen.

Aufgrund der zahlreichen einschneidenden Neuerungen bezeichnet Mozilla die mit Firefox 57.0 startende Versionsreihe als Firefox Quantum. Sämtliche Neuerungen von Firefox 57.0 listen die Release Notes auf.

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