FSF publiziert eigene Seite mit freien OpenOffice-Extensions

Free OpenOffice

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Weil das OpenOffice Community Council sich weigerte, der Free Software Foundation (FSF) die Kontrolle über die Extensions für OpenOffice zu überlassen, hat die FSF nun eine eigene Website für Erweiterungen gestartet.

Die FSF verlinkt auf dieser Website eine Liste mit freien Erweiterungen. Anlass für die Aktion war, dass bei der von OpenOffice gehosteten Extensions-Webseite auch einige proprietäre Programme im Angebot sind, was der FSF ein Dorn im Auge ist.

Charles-H. Schulz schreibt in einer Erwiderung für das OpenOffice.org Community Council, dass der Schlüssel zum Erfolg von OpenOffice in der Konkurrenzfähigkeit zu anderen Office-Sammlungen liege. Die Möglichkeit für Entwickler, zusätzliche Features in Form von Extensions beizutragen, bezeichnet Schulz als Alleinstellungsmerkmal. Die Nutzer könnten so selbst entscheiden, welche Erweiterung sie für sinnvoll halten.

Der Forderung der FSF, ihr ein Vetorecht einzuräumen um gegebenenfalls Erweiterungen nicht auf dieser Liste zu dulden, habe OpenOffice nicht entsprochen. Der Nutzer solle selbst vergleichen können, was für ihn nützlich sei. Es gehöre zu den Tatsachen, dass die Mehrheit der OpenOffice-Benutzer die Anwendung auf proprietären Betriebssystemen laufen lassen. Das Community Council sei überzeugt davon, dass ein Angebot an qualitativ hochwertiger Software der beste Weg sei, diese Nutzer von Open Source Software zu überzeugen.

Schulz bedauert, dass der Vorschlag, eine besser sortierbare Liste der OpenOffice-Erweiterungen anzubieten, bei der FSF keine Akzeptanz gefunden habe.

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