Firefox zerfällt in mehrere Prozesse

Gespaltene Persönlichkeit

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Der Mozilla-Entwickler Chris Jones zeigt in einem Video eine Firefox-Version, die aus mehreren Prozessen besteht.

Bereits seit längerem plant Mozilla, den Browser in mehrere Prozesse aufzuspalten. Davon verspricht sich das Projekt einige Vorteile: Der Browser soll dadurch stabiler werden, da beispielsweise eine fehlerhaftes Plugin nur noch einen der Prozesse zum Absturz bringen kann, nicht aber den gesamten Webbrowser. Die Aufteilung ermöglicht es zudem, die modernen Mehrkern-Prozessoren zu nutzen und verbessert so die Performance. Schließlich dient das neue Prozessmodell auch der Sicherheit, da einige Prozesse mit geringeren Berechtigungen laufen können.

Darüber habe man sich bei Mozilla bereits vor der Veröffentlichung von Googles Mehrprozess-Browser Chrome Gedanken gemacht, schreibt der Mozilla-Entwickler Benjamin Smedberg in seinem Blog.

Das Entwicklungsvorhaben unter Smedbergs Leitung läuft unter dem Codenamen Electrolysis. Chris Jones zeigt in seinem Video das Ergebnis der ersten Entwicklungsphase von mindestens vier: Der Firefox-Prozess startet und erzeugt einen zusätzlichen Prozess mit dem Namen „gecko-iframe“. Dieser ist für das Anzeigen der Web-Inhalte in einem Tab zuständig. Die Probe aufs Exempel: Das Kommando „killall -9 gecko-iframe“ beendet zwar die Anzeige des Tabs gewaltsam, das Browserfenster mit seinem Bedienungselementen bleibt davon aber unberührt.

Da die Umsetzung gerade erst begonnen hat, wird das neue Prozessmodell noch nicht in die Firefox-Version 3.5 eingehen, die bereits kurz vor der Veröffentlichung steht.

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