ffmpeg in neuer Version

Viele Verbesserungen beim Video-Framework

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Heute wurde die stark verbesserte Version 0.5 von Ffmpeg veröffentlicht, dem Opensource-Video-Framework, das die Basis für beliebte Player wie Mplayer oder VideoLAN-Client liefert.

Das lange erwartete Ffmpeg 0.5, welches den etwas kuriosen Codenamen „Auf halbem Weg zur Weltherrschafft, oder auch: Der streitlustige blaue Fahrradschuppen“ (ein Insider-Witz für Mitglieder der Mailingliste) trägt, hat einiges zu bieten. So wurde die Unterstützung für Flash-Video stark verbessert, neu hinzugekommen ist Decoding-Unterstützung für Sonys inzwischen aufgegebenes proprietäres ATRAC3-Audioformat, TrueHD-Audio, den On2 VP5/6 Videocodec, Microsofts WMV3, 9 beziehungsweise VC-1 sowie Realvideo RV30/40. Auch diverse DV-Formate wie Avids DNxHD oder DVCPRO50/100 beherrscht ffmpeg nun. Der AC3-Decoder wurde verbessert, der H.264-Decoder unterstützt nun das PAFF-Verfahren, welches das Mischen von progressiven und interlaceten Szenen erlaubt. Unter anderem sind nun die Audiocodecs Monkey Audio, Shorten, Wavpack und Musepack unterstützt, ebenso wie der Qualcomm-Codec QCELP, der insbesondere bei der (Video-)Telefonie genutzt wird. Nullsofts NSV-Dateien können nun demuxt werden, außerdem kann Ffmpeg nun direkt Matroska-Dateien erstellen mit dem integrierten MKV-Muxer.

Allgemein hat das Team den Code stark aufgeräumt und das Build-System nicht-rekursiv gestaltet. Es gibt nun eine neue API, Libavdevice, die wohl Geräte direkt ansteuern kann, auch eine Metadata-API ist neu an Bord. Die zwei veralteten APIs Imgconvert und Vhook sollen ab dem nächsten Release nicht mehr unterstützt werden, weswegen von deren Nutzung abgeraten wird. Ihren Job erledigen nun Libswscale beziehungsweise Libavfilter.

Das Changelog dokumentiert die zahlreichen Verbesserungen.

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