FFII: Preis für gute Lobbyarbeit

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Traditionell spricht sich die FFII (Foundation for a Free Information Infrastructure) gegen Softwarepatente aus. Nun greift sie Microsofts Office Open XML (OOXML) an.

Bereits seit einiger Zeit pusht der Riese aus Redmond das eigene OOXML-Format – in Konkurrenz zum offenen OpenDocument-Format. Microsoft treibt offensichtlich die Angst um, Kunden zu verlieren, seit einige Regierungen auf den OpenDocument-Standard setzen. Um die Offenheit von OOXML zu belegen, versucht der Konzern, es zum ISO-Standard zu machen und dadurch mit dem bereits anerkannten OpenDocument-Format gleichzuziehen. Die ISO ist die „International Standardization Organisation“. Je ein Gutachter aus den 150 Mitgliedsstaaten entscheidet über Annahme oder Ablehnung der eingereichten Spezifikationen.

Kritiker werfen Microsoft nun allerdings vor, dass einige Stellen im OOXML-Format vorhandenen ISO-Normen widersprechen. Zudem speichere das offene Format Vektorgrafiken und Formeldarstellungen in hauseigenen, proprietären Formaten.

Die FFII fordert die Community daher dazu auf, den ISO-Gutachtern (also den jeweiligen nationalen Repräsentanten) diese Kritikpunkte zu erläutern – sei es in Briefen, Anrufen oder E-Mails. Wer zu bequem ist, kann auch einfach eine Petition unterzeichnen. Das engagierteste und kreativste Team will die Organisation mit 2500 Euro Preisgeld belohnen. Einsendeschluss für die Nominierungen ist der 31. August 2007.

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