Fedora bekommt neue Führungsriege

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Red Hat will die Community-Distribution Fedora unter eine neue Führung stellen. Der Plan, die Distribution von einer Stiftung verwalten zu lassen, sei gescheitert, schreibt Red-Hat-Manager Max Spevack. Stattdessen soll nun ein Fedora Project Board eingesetzt werden, das sich aus Red-Hat-Mitarbeitern und Projektmitgliedern im Verhältnis 5:4 zusammensetzt. Red Hat schickt Jeremy Katz, Bill Nottingham, Elliot Lee, Chris Blizzard und Rahul Sundaram in das Gremium. Die um das Fedora-Projekt verdienten Mitglieder heißen Seth Vidal, Paul W. Frields und Rex Dieter. Ein viertes Ratsmitglied soll später benannt werden. Den Vorsitz des Führungsgremiums übernimmt Max Spevack selbst.

Die im vergangenen Juni angekündigte Stiftung habe bereits bei der Definition der Aufgaben Probleme bekommen, schreibt Spevack. Der Plan, die Fedora Stiftung als Beschützerin vor Open-Source-feindlichen Patenten einzusetzen habe sich als hinfällig erwiesen. Im Bussiness-Bereich habe diese Aufgabe das Open Invention Network übernommen, bei individuellen Patentangelegenheiten sei meist der Arbeitgeber der Rechteinhaber, bei Studenten die Universität.

Eine Stiftung unterliege zudem diversen Auflagen, die zum Beispiel die Zuwendungen von dritter Seite betreffen: In den USA muss eine gemeinnützige Organisation ein Drittel ihrer Einnahmen über Spenden erreichen. Spevack hält dieses Ziel für unrealistisch. Ein guter Teil der Nutzer verbinde Fedora mit der wohlsituierten Firma Red Hat und würde deswegen auch nicht spenden. Andere lieferten Code statt Geld, spendenfreudige Enthusiasten seien in der Minderheit.

[1] https://www.redhat.com/archives/fedora-announce-list/2006-April/msg00016.html
[2] http://www.openinventionnetwork.com

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