EU-Studie hilft bei Softwareanschaffung

OSS erklärt

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Beim europäischen Informationsdienst Osor ist eine Studie erschienen, die Verwaltungen im Wirrwarr der Beschaffungsrichtlinien für Software helfen soll.

Das Dokument klärt nach eigener Aussage darüber auf, warum Open-Source-Software für öffentliche Einrichtungen nützlich sein kann. „Noch wichtiger“ sei aber: Es zeigt, wie eine Einrichtung das ohne Konflikt mit den Beschaffungsrichtlinien hinbekommt. So kommt zur Sprache, wann man Software auch ohne öffentliche Ausschreibung einfach herunterladen kann, und was in einer Ausschreibung stehen sollte, wenn sie nötig ist. Anhand des Inhaltsverzeichnisses hangelt sich der Leser dafür von der Erörterung von Open-Source-Software („Transparenz, Nachhaltigkeit, Kosteneffizienz“) über Bedarfsanalyse und Download-Ressourcen bis zum kommerziellen Support. Angehängt sind Ausschreibungstemplates und Rechtshilfen.

Das 60-seitige Dokument datiert vom März 2010 und ist als PDF auf der Seite Osor.eu/idabc-studies für jeden erhältlich (500 KByte). Die Autoren sind Rishab Aiyer Ghosh und Rüdiger Glott von der gemeinsamen Forschungseinrichtung der Maastrichter Universität und der United Nations Universität (UNU-MERIT) in Maastricht, sowie Patrice-Emmanuel Schmitz und Abdelkrim Boujraf vom belgischen Arm des Beratungsunternehmens Unisys. Es entstand im Rahmen des Projekts „Good Practice in Using Open Source Software (GPOSS)“ des Programms IDABC (Interoperable Delivery of European eGovernment Services to public Administrations, Business and Citizens), das Ende 2009 auslief. Im Idabc-Programm entstand unter anderem auch der europäische Informationsdienst Osor.eu (Open Source Observatory and Repository), der inzwischen eine Code-Sharing-Plattform für Verwaltungen beherbergt.

Update: Die „Guideline Guideline on public procurement of Open Source Software“ wurde im Juni 2010 in aktualisierter Form veröffentlicht, hat Osor gemeldet. Hinzu kamen jüngere Entwicklungen in den Software-Richtlinien von Malta, Spanien und Italien.

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