Diskussion um Btrfs

Kaputt oder jung?

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Auf der Mailingliste der Linux-Kernelentwickler läuft seit einigen Tagen eine Diskussion um grundlegende Designfragen des Btrfs-Dateisystems.

Angezettelt wurde sie vom Red-Hat-Entwickler Edward Shishkin, der vorher für Namesys an Reiserfs 4 gearbeitet hatte und nach eigenen Worten vom Linux-Distributor angeheuert wurde, um Btrfs auf seine Enterprise-Tauglichkeit hin zu überprüfen. Bei diesem Test ist Btrfs seiner Meinung nach durchgefallen, denn es besteht Gefahr, dass durch interne Fragmentierung aller Speicherplatz aufgebraucht werde. Zudem sei schon das Design von Btrfs von Grund auf fehlerhaft („broken by design“).

Btrfs-Entwickler und Oracle-Mitarbeiter Chris Mason antwortete darauf, das Problem sei leicht mit der Option zu beheben, die Inline Extents des Dateisystems abzuschalten. Andere von Shishkin angesprochene Probleme seien keine Designfehler, sondern gewöhnliche Implementierungs-Bugs – schließlich befindet sich Btrfs noch in einem relativ frühen Stadium der Entwicklung (eine Einführung in das Btrfs-Dateisystem bietet dieser Artikel aus dem Admin-Magazin).

Schließlich konnte Mason das von Shishkin verwendete Testszenario nachvollziehen und damit einen Bug aufdecken. Er hat inzwischen auch einen Patch veröffentlicht.

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1 Kommentar auf "Diskussion um Btrfs"

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könnte Oracle doch einfach ZFS unter die GPL setzen? 😉