Cisco Cius mit Atom und Android

Konferenz-Tablet

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Das Atom-basierte, multikonnektive und HD-fähige Sieben-Zoll-Tablet ist als Aus- und Eingabegerät für Videokonferenzen gedacht.

Das Gerät mit den Maßen 22 x 14 x 1,5 Zentimeter soll nur ein halbes Kilogramm wiegen. Es arbeitet mit einem Intel-Atom-Prozessor, einem GByte RAM und 32 GByte eingebautem Flash-Speicher. Das Tablet ist für Anfang 2011 in Deutschland angekündigt. Zum Preis heißt es, das Tablet soll weniger als 1.000 US-Dollar kosten.

Das hintergrundbeleuchtete TFT-Display zeigt 1024 x 600 Pixel an, ist Multitouch-fähig und richtet seine Anzeige mittels Lichtsensor und drei-Achsen-Sensor nach der Licht- und Lagesituation in der Hand des Benutzers. Die Bedienung erfolgt außerdem mit insgesamt sechs Knöpfen für Strom, Lautstärke, Stumm, Start, Menü und Zurück. Der Akku soll in normalem Gebrauch acht Stunden halten. Hardware-Schnittstellen für Micro SD, Micro USB und HDMI sind vorhanden. Funkverbindungen per Bluetooth (3.0), WLAN (a/b/g/n) und Mobilfunk (3G) sind möglich. Eine separat erhältliche „HD Media Station“ bindet auch an ein Gigabit-Ethernet an, bringt weitere USB-Schnittstellen und eine Halterung für das Tablet mit, sodass es zum Telefon-Display wird.

Das Android-Tablet namens Cius von Cisco richtet sich als multikonnektives, tragbares Videokonferenz-Endgerät vor allem an Geschäftskunden.
Das Android-Tablet namens Cius von Cisco richtet sich als multikonnektives, tragbares Videokonferenz-Endgerät vor allem an Geschäftskunden.

SIP ist als Signalprotokoll verwendbar, H.264 als Video-Codec. Mit dem Tablet lassen sich sowohl nach vorn wie nach hinten Bilder aufnehmen. Nach vorne hin wird etwa für Video-Konferenzen der Benutzer des Geräts in 720 x 480 Pixeln (Autofokus, 2-fach Zoom) aufgezeichnet. Für herkömmliche Aufnahmen nach hinten ist eine rückseitige 5-Megapixel-Kamera gedacht, die achtfachen Zoom ermöglicht. Der Herstellers nutzt das für Videokonferenzen geeignete Tablet gleich als Werbung für seine eigene Videokonferenzlösung Telepresence, zu der er es interoperabel gemacht hat.

Eine separat erhältliche Multimedia-Station ermöglicht Ethernet-Anbindung, weitere USB-Schnittstellen und Telefonie.
Eine separat erhältliche Multimedia-Station ermöglicht Ethernet-Anbindung, weitere USB-Schnittstellen und Telefonie.

Softwareseitig soll auf dem Tablet das derzeit neueste Android 2.2 alias „Froyo“ laufen. Für eigene Android-Apps kündigt Cisco entsprechende APIs im Rahmen eines eigenen Software Development Kits an. Damit zielt Cisco darauf ab, dass Android-Entwickler die Cisco-Software mit ihren Apps verbandeln können. Apps sollen auch über den Marketplace zur Verfügung stehen. „Cisco wird Mitglied bei der Open Handset Alliance werden“, kündigt das Unternehmen gegenüber der Redaktion an, „und etwas zu der Android-Community beitragen.“ Vom Hersteller selbst sind Geschäftsanwendungen wie Cisco Quad, Webex und Presence an Bord. Weitere Einzelheiten enthält fürs erste die internationale Produktseite.

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