Chinesischer Superrechner Nebulae stürmt Top500

(c) cobrasoft, sxc.hu

Podiumsplatz

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Auf den zweiten Platz in der Rangliste der 500 weltschnellsten Computer, die im Rahmen der International Supercomputing Conference in Hamburg veröffentlicht wurde, hat sich erstmals ein Rechner aus China geschoben.

Nebulae, ein riesiges Balde-System des chinesischen Hersteller Dawning, in dem neben Intel X5650 Prozessoren auch 4640 Tesla-Karten von Nvidia rechnen. Theoretisch könnte dieser Supercomputer damit sogar eine Spitzenperformance von 2.98 PFlop/s erreichen und wäre damit heute nicht zu schlagen, allerdings hat man bisher nur eine messbare Linpack-Performance von 1.271 PFlop/s nachgewiesen. So steht ganz an der Spitze doch ein System von Cray (Jaguar aus den Oak Ridge National Labs mit dauerhaften 1,759 Petaflops). China aber hat nachdrücklich seine Entschlossenheit demonstriert, in der HPC-Welt Fuß zu fassen.

Der schnellste Supercomputer in Europa ist nach wie vor das System JuGene des Forschungszentrums Jülich. Es liegt inzwischen auf Platz fünf der Top500, kann mit 825,5 Teraflops aber nicht dem exklusiven Petaflop-Club beitreten. Bei den Computer-Herstellern führt IBM vor HP, dann kommt lange nichts. Der ehemalige HPC-Vorreiter Cray kommt noch auf magere 4,2 Prozent, Dell und SGI schaffen nicht einmal vier. Die Rangliste der Prozessor-Produzenten dominiert nach wie vor Intel l (81,6 Prozent) mit großem Abstand vor AMD (9,4 Prozent). Abgeschlagen sind IBMs Power-Prozessoren (8,4 Prozent).Die aktuelle Top-500-Liste ist hier veröffentlicht.

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